Straßenmeisterei bunkert Streugut Bis zu 840 Tonnen Salz in Aschendorfer Silo-Türmen

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Aschendorf. Die hölzernen Salzlager bei der Straßenmeisterei in Aschendorf prägen das Erscheinungsbild an der Ampelkreuzung der B70 und der Oldenburger Straße. Doch wie sieht es im Inneren der Streugutbunker aus? Wie oft müssen die Bediensteten die Leitern erklimmen? Und wie ist die Aussicht? Mitarbeiter Andreas Kuchta gab im Rahmen der Adventskalenderaktion unserer Redaktion Antworten.

Zugegeben: Beim Versuch, auf der Silo-Leiter Schritt mit dem Straßenwärter zu halten, scheitert der Reporter kläglich. Um die 85 Sprossen zu bewältigen, braucht er mindestens doppelt so lange wie Kuchta. Als der Mann von der Zeitung die Spitze des ersten, 23 Meter hohen Turmes schließlich keuchend erreichte, hatte der 34-Jährige die Luke längst geöffnet.

Bis auf etwas Salz an den Traversen gab es dann allerdings zunächst etwas wenig zu sehen. Denn der Tank war nicht bis in die Spitze befüllt. Eine neue Lieferung stand unmittelbar bevor. 420 Tonnen Trockensalz können in jedem der beiden Türme gebunkert werden. Beide Baukomponenten sind durch eine Steganlage miteinander verbunden. An die luftigen Höhen mussten sich Kuchta und Kollegen nach dem Bau der Silos vor vier Jahren auch erst gewöhnen. Bis dahin gab es auf dem Gelände eine Halle, in der 600 Tonnen Salz gelagert werden konnten.

Doch wie lange reicht dieser Salzvorrat?„Pro Streueinsatz werden 15 bis 20 Tonnen verbraucht“, sagt Erwin Kock, Leiter der Außenstelle Aschendorf des Straßenbauamtes Lingen. Bei extremen Witterungsverhältnissen können bis zu drei Streueinsätze erforderlich sein. Die Einsätze beginnen schon in der Nacht um 2 Uhr und sollen morgens um 6 Uhr abgeschlossen sein.

Die Straßenmeisterei in Aschendorf verfügt über zwei eigene Fahrzeuge. Unterstützt wird sie auf den insgesamt 230 Kilometer langen Strecken von vier weiteren Fahrzeugen umliegender Unternehmen. Aber wenn man den Meteorologen Glauben schenken darf, wird die Straßenmeisterei ihre Streusalzvorräte noch auf unbestimmte Zeit horten können. Von frostigen Temperaturen rund um Weihnachten ist das nördliche Emsland demnach weit entfernt.

Nach dem eher unspektakulären Einblick in den Salzsilo gab es indes noch etwas für das Auge: Aufgrund der guten Sichtverhältnisse war von der Spitze des Salzsilos die etwa fünf Kilometer entfernte Rheder St.-Nikolaus-Kirche genauso zu sehen wie die Schiffsbauhallen der Meyer Werft in Papenburg.


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