Emslandmeisterschaft im Schach Zug um Zug zum Schülertitel


Aschendorf. Statt kulinarischer Angebote standen am Freitag schwarze und weiße Figuren in der Mensa der Aschendorfer Amandusschule im Mittelpunkt. Rund 120 Grundschüler aus dem gesamten Emsland lieferten sich spannende Duelle bei den Schulmeisterschaften im Schach. Durchgesetzt hat sich am Ende das erste Team der Papenburger Kirchschule, das sich ab jetzt Emslandmeister nennen darf.

Bei diesen Kreismeisterschaften stand die Qualifizierung zu den Unterbezirksmeisterschaften für die Grafschaft Bentheim und Emsland im Mittelpunkt. Gespielt wurde im „Schweizer System“. Somit musste jeder Schachspieler sieben Partien gegen einen gleichstarken Gegner spielen.

Taktische Disziplin beim Schach unter Beweis zu stellen, hat an der Aschendorfer Amandusschule eine lange Tradition. Denn bereits in den 1980er Jahren hatte der damalige Rektor, Josef Möhlenkamp, seine Schüler für diese Form von Gehirnjogging gewinnen können. Auch an vielen anderen emsländischen Schulen wurden zu dieser Zeit freiwillige Schach-Arbeitsgemeinschaften eingerichtet.

Einer der erfolgreichen Teilnehmer von derartigen Turnieren ist Kai Klinghagen von der Aschendorfer Amandusschule. Er spielt nach eigenem Bekunden lieber Schach als mit Lego-Steinen. „Hier kann ich mal richtig meinen Kopf anstrengen“, sagt er.

Auch sein Mitschüler Sören Evering freute sich besonders auf das Turnier, weil hier nicht nur die eigenen Leistungen, sondern die seiner gesamten Mannschaft im Mittelpunkt stand. Besonders sportlich sieht er es, wenn es am Ende doch noch gelingt, die Gesamtleistung der Mannschaft durch den Erfolg einzelner Spieler zu steigern. Vorausgegangen waren intensive Vorbereitungen durch den Leiter der Aschendorfer Schach-AG, Hermann Schlömer. So galt es beispielsweise entsprechende Computerprogramme für die Auswertung vorzubereiten und zusätzliche Schachbretter und Schachuhren zu organisieren.

Dass dieses traditionelle Spiel mit den hölzernen Figuren auch heute durchaus gegen moderne Computerspiele mithalten kann, führt Thomas Heinzmann, Leiter der Amandusschule, zurück auf die frühe Förderung im Kindergarten sowie die weitere Begleitung an der Grundschule sowie an der Oberschule. „Viele Kinder spielen dann aber auch mit ihren Eltern oder Großeltern Schach“, ergänzt er. Das Schachspiel ist nach seinen Worten jedoch auch pädagogisch als wertvoll einzustufen. „Die Kinder sind sehr motiviert. Beobachtet man sie beim Spiel etwas genauer, so wird schnell deutlich, dass die Konzentration punktgenau erfolgt.“

Doch warum gilt Schach oft auch als Sportart? „Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass der Kalorienverbrauch beim Schachspiel höher ist, als bei einigen anderen Sportarten. Hierbei handelt es sich auch um eine Art körperlicher Betätigung“, ist sich Heinzmann sicher.

Die Hausherren belegten Platz zwei: Die Mannschaft „Amandusschule 1“ konnte mit einer guten Leistung erhobenen Hauptes das Turnier verlassen. Der dritte Platz ging an die Mannschaft Vennhaus 1.