Angeklagter in Papenburg verurteilt 13-Jährige vom Ex-Freund der Schwester missbraucht

Von Juliane Horn

Ein 37-Jähriger wurde jetzt wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Körperverletzung verurteilt. Symbolfoto: dpaEin 37-Jähriger wurde jetzt wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Körperverletzung verurteilt. Symbolfoto: dpa

Papenburg. Das Amtsgericht Papenburg hat am Mittwoch einen 37-jährigen Mann wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes in Tateinheit mit Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Diese wurde zur Bewährung ausgesetzt. Zudem wurde der Haftbefehl, der seit der Tat im Juni gegen den Angeklagten bestand, aufgehoben.

Der 37-jährige Mann aus dem nördlichen Emsland hatte im Juni mit einer 13-jährigen Papenburgerin Geschlechtsverkehr, obwohl sie nicht zugestimmt hatte. Gewalt soll der Mann allerdings nicht angewendet haben.

Der Angeklagte gab die Tat in der Verhandlung zu, sagte allerdings aus, dass er das Alter des Mädchens nicht gewusst habe. Nach seinen Angaben hatte er am besagten Tag vor seiner Wohnung einen Kollegen und die damals 13-Jährige getroffen. Die Papenburgerin hatte er bereits gekannt, da er zuvor für etwa einen Monat mit der Schwester des Mädchens eine Beziehung gehabt hatte.

Mit seinem Kollegen und der später Geschädigten war der Mann dann in seine Wohnung gegangen, um etwas zu trinken. Als der Kollege gegangen war, war der Schlosser allein mit der 13-Jährigen. Sie begangen, sich zu streicheln und zu küssen. Schließlich kam es zum Geschlechtsverkehr. Diesen habe die Papenburgerin dann jedoch abbrechen wollen, heißt es in der Anklageschrift. Der Angeklagte machte dennoch bis zum Samenerguss weiter.

DNA-Spuren bestätigt

Bei der Vernehmung durch die Polizei hatte der 37-Jährige die Tat nach Angaben des Richters noch abgestritten. In der Verhandlung bestätigte er jedoch, Geschlechtsverkehr mit dem Mädchen gehabt zu haben. Die 13-Jährige, als Nebenklägerin anwesend, sagte unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus.

Ein Gutachten des Landeskriminalamtes, das in der Verhandlung zusammengefasst wurde, bestätigte jedoch, dass DNA-Spuren von zwei Männern am Körper des Mädchens gefunden wurden. Eine stammte von dem Angeklagten. Darüber hinaus wurde berichtet, dass sich das Mädchen durch den Geschlechtsverkehr verletzt hatte.

Als Zeugen sagten unter anderem die Schwester und die Mutter der 13-Jährigen aus. Beide bestätigten, dass der Angeklagte gewusst haben müsste, wie alt das Mädchen war. Das Alter sei während der Beziehung zwischen dem Mann und der älteren Schwester thematisiert worden.

Auch der Richter begründete die Freiheitsstrafe von zwei Jahren schließlich mit dem erheblichen Altersunterschied. Die Parteien stimmten zwar überein, dass die Nebenklägerin älter als 13 Jahre wirke, aber trotzdem hätte der Angeklagte die sexuellen Handlungen stoppen müssen. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt, weil der 37-Jährige die Tat weitgehend gestand und nicht vorbestraft ist. Zudem ging der Richter davon aus, dass die vergangenen fünf Monate in der Untersuchungshaft bei ihm Wirkung gezeigt haben. Während der Bewährungszeit muss er nun eine Summe von 2000 Euro als Schmerzensgeld an die Nebenklägerin zahlen.

In seinem letzten Wort entschuldigte sich der Angeklagte bei dem Mädchen und ihrer Familie.