Psychologen ziehen um Neues Domizil für Beratungszentrum in Papenburg

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Los geht’s: Für ein letztes Foto am alten „Wirkungsort“ stellten sich am Donnerstag Christopher Trouw, Gertrud Brinkmann, Hildegard Rüters, Michael Ottens, Marita Johansen und Florina Stepanon auf. Foto: Jürgen EdenLos geht’s: Für ein letztes Foto am alten „Wirkungsort“ stellten sich am Donnerstag Christopher Trouw, Gertrud Brinkmann, Hildegard Rüters, Michael Ottens, Marita Johansen und Florina Stepanon auf. Foto: Jürgen Eden

Papenburg. Die 400 Kartons hat ein Umzugsunternehmen bereits in die angemietete, altehrwürdige Villa an den Hauptkanal rechts 30 geliefert. Dort befindet sich zurzeit noch das Psychologische Beratungszentrum (PBZ) des Bistum Osnabrück. Doch bereits in der kommenden Woche bepacken der Leiter Dr. Christopher Trouw und seine 31 Mitarbeiter die Kartons für den Versand zu den neuen Räumlichkeiten. Die befinden sich hinter dem Marien-Hospital, dem sogenannten Theresienheim.

Von außen deutet bisher noch nichts auf das fast schon generalstabsmäßig organisierte Vorhaben hin. Anders stellt sich die Situation im Gebäudeinneren dar: Ein großer Rollcontainer steht für die Abholung weiterer Akten bereit. Auch im ersten Obergeschoss lichten sich in der hauseigenen Fachbibliothek bereits die ersten hölzernen Regale. Für ein letztes gemeinsames Foto in den alten Räumen stellen sich Christopher Trouw, Gertrud Brinkmann, Hildegard Rüters, Michael Ottens, Marita Johansen und Florina Stepanon in dem kleinen Raum auf.

„Wir gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, verrät Trouw. Weinend, weil vom Charme der Villa eine besondere Wirkung ausging, was auf die Mitarbeiter und die Klienten gleichermaßen Strahlkraft hatte.

Im Theresienheim stehen nach seinen Worten künftig sechs zusätzliche Räume zur Verfügung. Damit wird auch schon der Grund des Umzugs deutlich. In der vergangenen Dekade nahmen jedes Jahr zehn Prozent mehr Hilfesuchende das Angebot in Anspruch. Aktuell wurden für 2014 rund 850 neue Klienten und etwa 350 aus dem Vorjahr bei Fragen und Konflikten in der Ehe, Familie, Erziehung sowie der Lebensgestaltung beraten und begleitet. Das spiegelt sich aber auch in der Zahl der Mitarbeiter wider: Die hat sich seit 2005 fast verdoppelt.

Sehr arbeitsintensiv ist laut Trouw die relativ neue sogenannte gerichtsnahe Beratung. Vor dem Hintergrund einer steigenden Anzahl von eskalierenden Trennungen wird hier versucht, zum Wohl der Kinder klare Strukturen und spezifische Angebote für Trennungsfamilien zu entwickeln.

Doch nun werden die Beratungsangebote für 14 Tage ausgesetzt. Denn in der nächsten Woche verpackt das Team gemeinsam das gesamte Inventar. Ein Umzugsunternehmen transportiert alles inklusive Möbel, Computer, Spielsachen und Drucker in das Theresienheim.

Gegründet wurde das PBZ im Jahr 1972. Damals berieten unter der Leitung von Pater Maas (Johannesburg) im alten Sparkassen-Hochhaus fünf Mitarbeiter Menschen in Krisensituationen und Lebensfragen. Acht Jahre später erfolgte der Umzug in das alte, inzwischen abgerissene Verwaltungsgebäude der Meyer Werft am Hauptkanal rechts 2. Dort befindet sich heute ein Hotelkomplex.

Seit 1990, also fast 25 Jahre lang, befand sich das PBZ am derzeitigen Standort. Ab dem 8. Dezember beginnt das Team in den neuen Räumen hinter dem Krankenhaus (Hauptkanal rechts 75a) mit der Beratung.

Auch während der Umzugsphase besetzt ist das Telefon unter 04961/3456. Anrufe werden in diesem Zeitraum innerhalb der üblichen Geschäftszeiten auf ein Dienst-Handy weitergeleitet. Die Telefonnummer bleibt erhalten.

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