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Staatsanwaltschaft Aurich ermittelt Papenburg: Gift-Ladung von beschädigtem Schiff verladen

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Die Ladung von der havarierten „Nawatrans VI“ ist auf ein anderes Binnenschiff verladen worden. Foto: Christoph AssiesDie Ladung von der havarierten „Nawatrans VI“ ist auf ein anderes Binnenschiff verladen worden. Foto: Christoph Assies

Papenburg. Das giftige Bleigranulat des leckgeschlagenen Binnenschiffes „Nawatrans VI“ ist am Mittwoch im Papenburger Hafen auf ein anderes Binnenschiff umgeladen worden.

Die 85 Meter lange „Gloria“ war am Sonntag in den Papenburger Hafen eingelaufen und hatte längsseits der „Nawatrans VI“ zum Verladen des Granulats festgemacht

Derzeit ermittelt die Wasserschutzpolizei Emden und der Staatsanwaltschaft Aurich wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs und Umweltverschmutzung gegen den Kapitän.

Eine Probe des Bleigranulats hat am Mittwochnachmittag ergeben, dass die Ladung kein Gefahrgut darstellt und deswegen „ein Transport unter den Regularien des Abfallrechts möglich“ wäre, wie es in der Analyse der Stoffe heißt. Auch von der Staatsanwaltschaft Aurich, die in Absprache mit der Wasserschutzpolizei die Probe in Auftrag gegeben hatte, hieß es, dass einer Weiterfahrt der „Gloria“ demnach nichts im Wege stehe.

Die beschädigte „Nawatrans VI“ wird bis auf Weiteres an ihrem Liegeplatz im Deverhafen bleiben. Das Leck in Höhe des letzten hinteren Laderaumes ist nach dem provisorischen Abdichten durch Feuerwehrtaucher weiterhin verschlossen. Die Feuerwehr überprüft den Zustand des Schiffes regelmäßig.

Die „Nawatrans VI“ war am 5. November auf dem Weg von Frankreich nach Nordenham gegen einen Poller beim Emssperrwerk in Gandersum geprallt und Leck geschlagen. Bei der Bergungsaktion musste das kontaminierte Wasser aus dem Inneren des Schiffes abgepumpt werden. Die Flüssigkeit war zur Entsorgung nach Nordenham gebracht worden. Insgesamt handelte es sich um mehr als 50000 Liter.


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