Kinder unterstützen Klimaschutz Pflanzaktion in Papenburg und Uganda

Buchsbäume und zwei Eichen haben die Jungen und Mädchen des St.-Michael-Kindergartens mit Karsten Behr (Geschäftsführer der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung), Matthias Schwoerer (BML) und Bernhard Pieper (Kuratorium Bingo-Umweltstiftung) beim Forum „Betlehem“ in Papenburg gepflanzt. Foto: Jürgen EdenBuchsbäume und zwei Eichen haben die Jungen und Mädchen des St.-Michael-Kindergartens mit Karsten Behr (Geschäftsführer der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung), Matthias Schwoerer (BML) und Bernhard Pieper (Kuratorium Bingo-Umweltstiftung) beim Forum „Betlehem“ in Papenburg gepflanzt. Foto: Jürgen Eden

Papenburg. In Reih und Glied gepflanzte Buchsbäume symbolisieren in Papenburg und im ugandischen Mbarara die Zusammenarbeit der Stiftung „Klima schützen – damit Kinder leben können“. Gleichzeitig pflanzten Jungen und Mädchen des St.-Michael-Kindergartens hinter der alten Glashütte Buchsbäume und zwei Eichen. In Uganda taten Schüler der „Primary School“ das Gleiche. Von der Idee war die niedersächsische „Bingo-Stiftung“ so angetan, dass sie insgesamt 8300 Euro dazu beisteuerte.

„Natur und Umweltschutz müssen grenzenlos sein“, sagte Heinrich Hövelmann von der Stiftung „Klima schützen – damit Kinder leben können“. „Begreifen kommt von greifen oder besser gesagt, noch von annehmen und zupacken“, sagt Karsten Behr von der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung. Wenn Kinder Bäume pflanzen, ist das nach seinen Worten zwar grundsätzlich nachhaltig. Doch das aktive Handeln der Jungen und Mädchen trage maßgeblich zur eigenen Umweltbildung bei. Das sei deutlich besser als jede noch so gute theoretische Einheit.

Die Stiftung engagiert sich in den Distrikten Hoima und Masindi in Uganda. Ziel ist es, dort nachhaltige forst- und landwirtschaftliche Strukturen zu schaffen, damit Menschen langfristig ohne weitere finanzielle Unterstützung aus den reichen westlichen Industrieländern leben können. So wurde mithilfe der Papenburger Stiftung eine rund 100 Hektar große Farm errichtet, die von einem einheimischen, ausgebildeten Landwirt geleitet wird. Dort werden Bananen, Erdnüsse, Ananas, Avocados und Süßkartoffeln angebaut. Das Bundesministerium für Landwirtschaft unterstützt das Projekt durch ein Aufforstungsprogramm mit 300000 Euro.

„In Uganda gibt es kaum noch Holz. Alles, was brennbar ist, wird zum Kochen genutzt“, sagt Matthias Schwoerer vom Landwirtschaftsministerium. Er war nach Papenburg gekommen, um mit fünf Projektpartnern aus Uganda über die Erfolge der Teilziele zu sprechen und neue zu vereinbaren.

Auf dem ehemaligen Industriegelände an der Rheiderlandstraße befand sich einst eine Glashütte. Nun soll dort die ursprüngliche Heide- und Hochmoorlandschaft wiederhergestellt werden. Birkenaufwuchs wird entfernt. Dafür legt die Stiftung dort Wälle mit Sträuchern wie Stachel-, Johannis- und Himbeeren an. Die Stiftung wurde bei der Aktionswoche von den Kindern des St.-Michael-Kindergartens, des Sprachheilkindergartens sowie der Kindergruppe des DRK in Papenburg unterstützt. Die Bingo-Umweltstiftung“ fördert niedersachsenweit rund 50 Projekte.

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