Licht wieder häufigster Mangel Papenburger Tüv-Station mit Statistik zufrieden

Den Autos unter die Haube schauen Holger Schouwer (vorne) und Jürgen Schneider. Foto: Dirk HellmersDen Autos unter die Haube schauen Holger Schouwer (vorne) und Jürgen Schneider. Foto: Dirk Hellmers

Papenburg. Ohne Beanstandungen hat jedes zweite Auto die Papenburger Tüv-Station verlassen. Mit dem Wert zeigte sich deren Leiter Holger Schouwer, zufrieden. Ein positiver Trend sei auch, dass die Mängel an der Beleuchtung zurückgegangen seien, auch wenn es immer noch das Hauptproblem sei.

Um drei Prozentpunkte von 49 auf 52 Prozent ist die Anzahl der mängelfreien Fahrzeuge gestiegen. Zusätzlich erhielten weitere 14,1 Prozent der zwischen Juli 2013 und Juni 2014 beim Tüv vorgestellten Fahrzeuge die Plakette im ersten Anlauf. Zum Vergleich: „Absolut verkehrsunsicher“ waren, wie im vergangenen Jahr, nur 0,25 Prozent der Fahrzeuge – diese mussten auf dem Hof stehen bleiben.

Aber in manchen Fällen gibt es auch hier eine einfache Erklärung: „Die Bremsen werden beim Test stark beansprucht, dann kann ein Bremsschlauch platzen“, erklärt Tüv-Sprecher Jürgen Schneider. Nach der Reparatur könnten die Autos ohne Mangel sein.

Erfreut zeigten sich Schneider und Schouwer, dass die Anzahl der Fahrzeuge mit Lichtmängeln auf 29,9 Prozent gesunken ist. Der Wert ist erstmals seit 20 Jahren zurückgegangen“, so Schneider. Das gelte auch, obwohl Papenburg deutlich über den Bundesschnitt (19,2 Prozent) liege. Schouwer erklärte dies zum einen mit den kostenlosen Überprüfungen, die Werkstätten, aber auch der TÜV selbst als Wintercheck angeboten hätten, zum anderen müssten Fahrschüler nun vor dem Start das Auto überprüfen. Auch die Hochstufung, dass Lichtmängel nun als erhebliche Mängel gelten würden, helfe. „Die Leute achten mehr darauf“, so Schouwer.

Die Zahl der erheblichen Mängel, bei denen die Fahrzeuge wieder vorgeführt werden müssen, blieb konstant. Im aktuellen Report lag sie wie 2014 bei 33 Prozent. 2013 waren es nur 28 Prozent.

Die in Papenburg geprüften Fahrzeuge waren im Durchschnitt 9,1 Jahre alt und hatten mehr als 115000 Kilometer auf dem Tacho. Das ist Schouwer zufolge eine leichte Veränderung im Vergleich zum Vorjahr (9,2 Jahre, 116000 Kilometer).

Einen bundesweiten Trend hat er auch in Papenburg beobachtet. In der Tüv-Rangliste haben nun deutsche Fabrikate öfter Spitzenpositionen belegt. „Das liegt aber nicht daran, dass die Japaner schlechter geworden sind, sondern die Deutschen haben aufgeholt.“

Einen Tipp hat Schouwer abschließend: „Wer eine blaue Plakette am Auto hat, sollte noch dieses Jahr zum Tüv.“ Die Farbe markiert das Fälligkeitsjahr. In 2015 müssen jene mit einem gelben Aufkleber hin. Braune Plaketten sind erst 2016 fällig.