Sanierung schreitet voran Beim Brüninghaus in Aschendorf bleibt viel zu tun

Von Gerd Schade

Einen Band gesammelter Zeitungsartikel bekam Josef Möhlenkamp (r.) von Reinhold Korte überreicht. Foto: gsEinen Band gesammelter Zeitungsartikel bekam Josef Möhlenkamp (r.) von Reinhold Korte überreicht. Foto: gs

Aschendorf. Die Sanierung des Brüninghauses am Otto-Dölle-Stadion in Aschendorf schreitet voran. Um die internationale Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte komplett wieder auf Vordermann zu bringen, bleibt aber noch viel zu tun. Das hat der Vorsitzende des Hausvereins, Reinhold Korte, während einer Feier anlässlich des 75. Geburtstages des Ehrenvorsitzenden des TuS Aschendorf, Josef Möhlenkamp, deutlich gemacht.

Die Geschichte des Turn- und Sportvereins und des Brüninghauses ist eng mit dem Namen Möhlenkamp verbunden. Korte erinnerte in seiner Laudatio daran, dass Möhlenkamp beim Umbau des früheren Bauernhofes in den 80er-Jahren arbeitslosen Handwerkern eine Chance gegeben habe. Der langjährige Vereinschef sei es auch gewesen, der das Nutzungsangebot des Hauses für Menschen mit Behinderungen erweitert habe. Und nicht zuletzt trage die Integrationsarbeit Möhlenkamps Handschrift. Im Rahmen des internationalen Jugendaustausches wurde dem Aschendorfer beispielsweise die Ehrenbürgerwürde der polnischen Stadt Strzelin verliehen.

„Die größte Herausforderung aber muss er nun beim erneuten Umbau des Brüninghauses leisten“, sagte Korte. Nach seinen Worten wurde bislang die Heizung erneuert. Jeweils abgeschlossen sind die energetische Sanierung der Remise und die Versetzung der Grotte. In den kommenden vier Wochen werde das Dach erneuert und mit zusätzlichen Dachgauben ausgestattet. Anfang 2015 geht es Korte zufolge im Anbau weiter. Er soll einen weiteren Fluchtweg, eine größere Küche und zwei zusätzliche Zimmer erhalten. Ziel ist es, die Zahl der Betten pro Zimmer auf maximal vier zu reduzieren. „Insbesondere für den Innenausbau fehlen aber noch die Mittel, die jetzt zu organisieren sind“, gab Korte den Startschuss für die Sponsorensuche.

Der Verein will das Haus für die Zukunft rüsten. Für Schulklassen hat er ein einwöchiges Bildungsprogramm zusammengestellt. Für Unterstützung bei der Betreuung der Schüler stehen bei Bedarf pensionierte Lehrer zur Verfügung. „Auch Menschen mit Behinderungen sowie ausländische Jugend- und Sportgruppen sind herzlich willkommen“, betonte Korte.

Der Vereinschef hatte das Finanzvolumen für die in zwei Bauabschnitte unterteilten Maßnahmen im Frühjahr auf mehr als 200000 Euro beziffert. Teil eins wird mit Unterstützung der Stadt Papenburg, des Landkreises Emsland, der Wisnewski-Stiftung sowie privaten Spenden verwirklicht. Der 2008 ins Leben gerufene Hausverein ist eine Schwesterorganisation des TuS.

Möhlenkamp bekam vom Vorstand des Hausvereins das neu entwickelte Vereinswappen sowie einen Band gesammelter Zeitungsartikel über Ereignisse in seinem Leben mit dem Titel „Sport, Bildung und soziales Engagement“ geschenkt. „Ohne Josef Möhlenkamp würde es das Brüninghaus nicht geben“, sagte Korte.