Werben um junge Fachkräfte Niederländische Studenten hospitieren im Marienhospital



Papenburg. Im Sommer lernte die erste Praktikantin von der Rijksuniversiteit in Groningen (RUG) am Marienhospital Papenburg/ Aschendorf. Jetzt kommen zwölf weitere Studenten. Das Krankenhaus sieht in ihnen auch zukünftige Fachkräfte.

Als RUG-Außenstelle will das Krankenhaus in Papenburg Medizinstudenten aus Groningen die Möglichkeit geben, das deutsche Gesundheitssystem kennenzulernen. Für die erste Gruppe fängt das zweiwöchige Praktikum am kommenden Montag an. Die nächste beginnt Mitte November. Am Mittwoch waren die zwölf neuen Praktikanten bereits in Papenburg, um die Krankenhausleitung und die Abteilungen kennenzulernen.

Bei der Begrüßung betonten sowohl Matthias Bitter, Geschäftsführer des Hospitals, als auch Harald Orfgen, Direktor der RUG-Niederlassung, wie wichtig die Kooperation für Papenburg sei. Laut Orfgen ist es kein Geheimnis, dass das Krankenhaus in der medizinischen und psychotherapeutischen Versorgung zukünftig mit weiteren Engpässen rechnen muss. Aus diesem Grund erhoffe sich die Klinikleitung von der Kooperation auch, einige der Praktikanten später als Fachkräfte gewinnen zu können. Auch Bürgermeister Jan Peter Bechtluft begrüßt die Zusammenarbeit und verspricht sich davon vor allem einen Austausch mit den Niederländern.

Die zwölf Bachelor-Studenten werden ab dem kommenden Montag auf unterschiedlichen Stationen hospitieren – je nachdem für welches medizinische Gebiet sie sich interessieren. Untergebracht sind sie während der zwei Wochen im angrenzenden Schwesternwohnheim. Für das kommende halbe Jahr stehen bereits 48 weitere Praktikanten auf der Liste, kündigte Orfgen an.

Neben dem Praktikum für Bachelor-Studenten will das Krankenhaus laut Orfgen in Zukunft auch Praktika in der späteren Phase des Medizinstudiums anbieten. Außerdem sei es möglich, dass die Groninger Studenten in Zukunft auch ihr praktisches Jahr sowie die Facharztausbildung in Papenburg absolvieren können. Die Gespräche darüber würden zurzeit geführt, erklärte Orfgen.


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