10 000 Besucher Zu voll: Papenburger Gartenschau musste schließen


Papenburg. 187 blumige Tage sind vorbei. Mit einem barocken Feuerwerk endete am Sonntagabend die Landesgartenschau in Papenburg. Der Ansturm auf diese kostenlose Veranstaltung im Stadtpark war allerdings so groß, dass bei 7000 Menschen die Tore geschlossen werden mussten. Hunderte standen vor dem Zaun und machten ihrem Ärger Luft.

„Damit haben wir einfach nicht gerechnet“, sagte Gartenschau-Geschäftsführer Lars Johannson am Abend. Mehr als 10000 Menschen wollten das Barockfeuerwerk zum Abschluss der Gartenschau im Stadtpark sehen. Als 7000 Menschen auf dem Gelände waren, mussten wir aus Gründen der Sicherheit für weitere Besucher schließen, so Johannson. Das führte dazu, dass viele Angereiste nicht nur der Zutritt zum Stadtpark versperrt blieb, sondern auch die Sicht auf das Feuerwerk. Das Barockfeuerwerk wurde nämlich ganz überwiegend in Bodennähe gezündet. Manche Besucher schimpften vor dem Tor lautstark, andere zogen einfach nur enttäuscht und kopfschüttelnd ab. „Das tut uns wirklich sehr leid“, so Johannson. „Wir sind einfach an die Vorschriften gebunden.“ Deshalb habe es zur Parkschließung keine Alternative gegeben.

Zuvor hatte Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) ein äußert positives Fazit der Landesgartenschau gezogen: Er lobte das Engagement vieler Ehrenamtlicher, die sich in das Gelingen der Gartenschau eingebracht hätten. Dazu gehörte auch der ehemalige Papenburger Postbote Hans Schütte, der jeden Tag morgens um 6 Uhr in den Stadtpark gekommen sei, um die Kräuterbeete zu pflegen.

Mit der Gartenschau sei es gelungen, für die Stadt Papenburg jenseits des Werft-Tourismus eine neue Besuchergruppe zu erschließen, die sich für eine Stadt der Blumen und Kräuter interessiere. Johannson lobte die vielen Vereine wie den Männergesangverein Aschendorfermoor, die Jagdhornbläser, die Imkerei und die Landfrauen, die mit tollen Beiträgen die Gartenschau bereichert hatten.

Jetzt beginnt der Abbau: Bereits ab dem heutigen Montag wird der Stadtpark wieder eine Baustelle sein und deshalb für die Öffentlichkeit gesperrt werden. Diese Sperrung wird noch bis Jahresende andauern. Die meisten Themengärten werden in dieser Zeit wieder verschwinden, weil der Unterhalt einfach zu aufwendig wäre, so Johannson.

Aber vieles, das den Stadtpark bereichert hat, bleibt auch erhalten, verspricht der Geschäftsführer. Die Gartenschau-Flächen an der „Alten Werft“ sollen dagegen bereits am 15. November wieder für die Öffentlichkeit freigegeben werden.

Das hauptamtliche Team der Landesgartenschaugesellschaft wird in den nächsten Wochen und Monaten aufgelöst. Einige Mitarbeiter haben schon Verträge bei neuen Arbeitgebern in der Tasche.

Die nächste Landesgartenschau findet im Jahr 2018 in Bad Iburg (Kreis Osnabrück) statt.

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