Bundesweit 21 000 Jobs gesichert Meyer Werft wird für Emsland und Ostfriesland wichtiger

Von Stefan Prinz

Die Bedeutung der Meyer Werft für die Landkreise Emsland und Ostriesland steigt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten, dass die beiden Landkreise in Auftrag gegeben haben.Die Bedeutung der Meyer Werft für die Landkreise Emsland und Ostriesland steigt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten, dass die beiden Landkreise in Auftrag gegeben haben.

Papenburg. Die Bedeutung der Meyer Werft für die Landkreise Emsland und Leer wächst. Das geht aus einer Studie hervor, die die beiden Kreise in Auftrag gegeben haben. Der größte Teil der Steuereinnahmen landeten allerdings in den Kassen von Land und Bund.

Rund 60 Millionen Euro Steuereinnahmen fließen aus dem Umfeld der Meyer Werft in die Kassen von Bund Land, Kreise und Gemeinden. Das geht aus dem Gutachten des niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung (NIW) hervor. In dieser Summe sind a alle Steuereinnahmen, wie Lohn- Gewerbesteuer enthalten, die von den zahlreichen Zulieferbetrieben der Werft erbracht werden.

In diesem Punkt liegt der entscheidende Unterschied zur Vorgänger-Studie, die vor fünf Jahren erstellt wurde. Demnach ist die Bedeutung von Zuliefererbetrieben aus den Kreisen Emsland und Ostfriesland für die Werft gestiegen. Im Jahr 2008 hatte die Werft noch 12 Prozent Zuliefer-Leistungen aus diesen beiden Landkreisen bezogen. Im Jahr 2012 waren es bereits 21 Prozent.

Diese Entwicklung werde sich wahrscheinlich fortsetzen, so Emsland-Landrat Reinhard Winter (CDU). Denn mit der Ausweisung des Bokeler Bogens als neues Industriegebiet in unmittelbarerer Nachbarschaft zur Meyer Werft, entstünden besonders geeignete Ansiedelungsmöglichkeiten für Zulieferbetriebe.

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6700 Arbeitsplätze hängen in den Landkreisen Emsland und Leer von der Werft ab, heißt es in dem Gutachten. Dazu kommen nochmal rund 300 Stellen in der Tourismusbranche. Deutschlandweit ging 2012 von der Meyer Werft ein Beschäftigungseffekt von 21 000 Vollzeitstellen aus.

Die Auftragsbücher der Werft sind voll. Das macht sich auch an den Umsatzzahlen fest. Die Gutachter gehen davon aus, dass von Mai 2014 bis ins Jahr 2107 ein Gesamtauftragsvolumen von 5,8 Milliarden Euro zu erwarten sei. Diese Zahl könnte sogar noch steigen. Denn in dem Gutachten ist noch nicht der Kauf der finnischen STX-Werft in Turku berücksichtigt.

Angesichts dieser Zahlen müssten sich die Landkreise Emsland und Leer dafür einsetzen, die Rahmenbedingungen für Papenburg als Werftstandort möglichst attraktiv zu halten, betonten die beiden Landräte Reinhard Winter und Bernhard Bramlage (SPD). Winter erinnerte daran, dass die Meyer Werft auf die Papenburger Seeschleuse angewiesen sei, die demnächst für 70 Millionen Euro erneuert werden soll. Der Landrat forderte das Land auf, sich daran stärker finanziell zu beteiligen.

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