Prozess am Amtsgericht Papenburg Besitz von kinderpornografischem Material gestanden

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Das Amtsgericht Papenburg hat einen 42-jährigen Mann zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von elf Monaten verurteilt. Symbolfoto: ColourboxDas Amtsgericht Papenburg hat einen 42-jährigen Mann zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von elf Monaten verurteilt. Symbolfoto: Colourbox

jke Papenburg. Das Amtsgericht Papenburg hat einen 42-jährigen Mann zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von elf Monaten verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Darüber hinaus muss der Angeklagte mehr als 1500 Euro an den Kinderschutzbund zahlen.

Das Gericht befand den Angeklagten in mehreren Fällen schuldig, kinderpornografische Dateien verbreitet und besessen zu haben. Der Angeklagte gestand die Vorwürfe.

Aus der Anklageschrift geht hervor, dass der Beschuldigte sich im Zeitraum zwischen Oktober und Dezember 2011 pornografische Dateien heruntergeladen haben soll. Diese Dateien sollen Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren mit entblößten Geschlechtsteilen in anstößiger Körperhaltung darstellen. Zusätzlich soll der Beschuldigte Bilder so manipuliert haben, dass er selbst mit Jungen und Mädchen zu sehen war. Auf diesen Fotomontagen sei er sogar mit Jugendlichen aus seinem Bekanntenkreis abgebildet, so die Anklage.

Das Plädoyer des Verteidigers machte deutlich, dass der Angeklagte bereits seit 1996/1997 in Internettauschbörsen und in Chats mit kinderpornografischem Material handeln würde. Er sei sich seinen Vorlieben bewusst und habe diese in vorherigen Gerichtsverfahren auch bestätigt. Während einer außergerichtlichen Hausdurchsuchung 2011 seien mehrere Tausend pornografische Dateien sichergestellt worden. Infolgedessen habe sich der Mann im darauffolgenden Jahr in eine Therapie begeben. Aus unerklärlichen Gründen habe er die Therapie vorzeitig abgebrochen. Mit dem Ende des Verfahrens und der Verurteilung würde der Angeklagte jedoch zu einer erneuten Therapie bereit sein.

Nicht auf Alter geachtet

Während seiner Aussage vor Gericht betonte der Beschuldigte, dass er nicht auf das Alter der Kinder und Jugendlichen achten würde, sondern in welcher körperlichen Entwicklung sie sich befänden.

Die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung waren sich aufgrund der Menge an gefundenem pornografischen Material uneinig darüber, welches Strafmaß angewendet werden sollte. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Der Verteidiger hingegen eine Strafe von zehn Monaten. In seinem Urteil folgte der Richter weitestgehend dem Verteidiger. Angesichts des Geständnisses sei das Urteil gerechtfertigt.


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