Frisches Brot und mehr Tag der Heimatvereine lockt Besucher nach Aschendorf



Aschendorf. Der Duft von frischgebackenem Brot strömte am Sonntagnachmittag über das Gelände des Heimat- und Bürgervereins (HBV) Aschendorf hinweg. Mehrere Heimatvereine haben sich und ihre Arbeit am „Tag der Heimatvereine“ des Emsländischen Heimatbundes zahlreichen Besuchern vorgestellt.

„Es geht auch darum, das stille Wirken der Heimatvereine öffentlich zu machen“, sagte der stellvertretende HBV-Vorsitzende Hans-Ulrich Feller im Gespräch mit unserer Zeitung. Zuvor hatten Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft, der Aschendorfer Ortsbürgermeister Friedhelm Führs (beide CDU) sowie der Vorsitzende des Kreisheimatvereins Aschendorf-Hümmling, Karl-Heinz Weber, die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements der Heimatfreunde im Hinblick auf die Pflege von Tradition und Brauchtum deutlich gemacht.

Ein Rundgang über das Gelände des HBV, der anlässlich seines 90-jährigen Bestehens Gastgeber des Tages der Heimatvereine war, entpuppte sich als eine kleine Zeitreise. Vor einer tonnenschweren Feldschmiede bearbeiteten Mitglieder des Heimatvereins Sustrum unter anderem Hufeisen. Unter einem Zeltdach wurde Wolle gesponnen und neben einer Reihe historischer Kutschen wurden Seile gedreht.

Apropos Kutschen: Zu den jüngsten Errungenschaften des gastgebenden Vereins gehört eine Bäckerkutsche. „Mit diesem Brotverkaufswagen fuhr der Bäcker einst über Land“, erklärte Feller. In liebevoller Arbeit hätten die Handwerker der Dienstagsgruppe des HBV die Kutsche restauriert, vor der es am Sonntag frisches Brot zu kaufen gab. Die Oldtimerfreunde aus Tunxdorf und Nenndorf führten historische Erntemethoden vor.

Das Bühnenprogramm im Gulfhaus umfasste unter anderem plattdeutsche Sketche. Den wohl bekanntesten bot die Theatergruppe Rhede mit ihrer in der Region inzwischen legendären Plattdeutsch-Interpretation des berühmten Silvester-Klassikers „Dinner for One“. Draußen zeigten Tanzgruppen der Heimatvereine aus Niederlangen-Siedlung, Hilkenbrook, Esterwegen, Sögel und Vrees ihr Können. Besonders erfreut zeigte sich Feller, dass darunter auch Kinder waren. „Nachwuchs ist auch für Heimatvereine wichtig“, sagte er.

Der stellvertretende HBV-Vorsitzende lobte überdies ausdrücklich das Zusammenspiel der Aschendorfer Vereine bei der Organisation der Veranstaltung, die alle zwei Jahre stattfindet. „Wir helfen uns einfach gegenseitig“, sagte Feller. Das habe schon beim Maibaumaufstellen, das im Frühjahr beim Heimathaus wiederbelebt wurde, hervorragend geklappt.

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