Fische vorher umgesetzt Papenburg lässt Kanäle ausbaggern

Auch wenn der Bagger gerade Pause hat: Die Arbeiten zur Räumung der Kanalsohle haben an der Ersten Wiek in Papenburg begonnen. Foto: Stadt PapenburgAuch wenn der Bagger gerade Pause hat: Die Arbeiten zur Räumung der Kanalsohle haben an der Ersten Wiek in Papenburg begonnen. Foto: Stadt Papenburg

Papenburg. Seit Mittwoch pflügt sich in Papenburg ein Kettenbagger durch den Kanal an der Ersten Wiek. Zentnerweise Schlamm, so heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt, hole das Gerät von der Kanalsohle.

Bevor das Gewässer für die Arbeiten trockengelegt wurde, waren die Fische nach Angaben von Leo Schwarte zusammen mit dem Angelverein umgesetzt worden. Schwarte ist bei der Stadt zuständig für die Kanalbewirtschaftung und zugleich Umweltbeauftragter. Mit den Baggerarbeiten könne Papenburg eine weitere wichtige Maßnahme gegen die Verkrautung der Kanäle umsetzen, wird er in der Mitteilung weiter zitiert. „Für die regelmäßigen Ausbaggerungen investieren wir pro Jahr ungefähr 200.000 Euro.“

Bereits im Juli ist gebaggert worden.

Rund 3700 Meter sollen nach Angaben der Stadt in diesem Jahr noch in der Ersten Wiek geräumt werden. „Wir wollen auf diesem Abschnitt die ursprüngliche Wassertiefe des Kanals wiederherstellen“, so Schwarte. Der ausgebaggerte Schlamm werde beim Recyclinghof an der Flachsmeerstraße zwischengelagert, getrocknet, beprobt und soll dann im Landschaftsbau verwendet werden.

Auf diese Weise sollen in den kommenden zehn Jahren alle größeren Kanalabschnitte in der Stadt von Schlamm befreit werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Arbeiten würden bis dahin rund zwei Millionen Euro kosten.

Die Stadt unternimmt darüber hinaus weitere Schritte. Der Nährstoffeintrag in die Kanäle soll verringert werden, heißt es von Schwarte. Zudem werde auf einer Musterstrecke am Mittelkanal geprüft, „ob eine neue Unterhaltungsform der Böschungen infrage kommt, um die Mähumläufe an den Kanälen zu reduzieren.“

Trotz der Maßnahmen weist Schwarte darauf hin, dass nicht jede Wasserpflanze gleich abgemäht werden müsse. Denn sie seien „unverzichtbarer Bestandteil des Ökosystems der Gewässer“, so der Umweltbeauftragte weiter.