Neues Kruzifix aufgestellt Papenburger Familie pflegt Wegekreuz seit fast 100 Jahren

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Den Segen für das neue Wegekreuz gab Pastor Johannes Voß (links). Wie bereits sein Urgroßvater hat Bernhard Freeriks (rechts) ein Kreuz gestiftet. Gepflegt wird es von Gretel und Alois Diekmann (Mitte). Fotos: Dirk HellmersDen Segen für das neue Wegekreuz gab Pastor Johannes Voß (links). Wie bereits sein Urgroßvater hat Bernhard Freeriks (rechts) ein Kreuz gestiftet. Gepflegt wird es von Gretel und Alois Diekmann (Mitte). Fotos: Dirk Hellmers

Papenburg. Seit der Großvater von Bernhard Freericks aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt ist, steht an der Ecke Spillmannsweg und Umländerwiek in Papenburg ein Wegekreuz. Es ist jetzt zum vierten Mal erneuert und geweiht worden.

„Das wird auf Jahre halten“, sagte Pastor Johannes Voß von der St.-Michael-Gemeinde, als er seinen Segen gab. Das Holzkreuz, das zuletzt dort stand, hat ziemlich genau 42 Jahre gehalten. Gepflegt worden war es von Gretel Diekmann und ihrer Familie. „Das war zuletzt ziemlich modrig“, sagt die 74-Jährige. Nun hat Bernhard Freericks, ein Nachfahre des ursprünglichen Stifters, ein Neues angeschafft. Es ist das mittlerweile Vierte an dieser Stelle und diesmal aus Marmor.

Das erste Kreuz wurde vermutlich direkt nach dem Krieg aufgestellt. An Genaueres können sich weder Gretel Diekmann noch Bernhard Freericks erinnern. „Das haben meine Großeltern Heinrich und Katharina Bahnes schon gepflegt“, sagt Dieckmann. Sie kann sich auch noch an ein weiteres Kreuz mit Überdachung erinnern. Das habe in den 40er-Jahren dort gestanden.

Freericks ist der Urenkel des ursprünglichen Stifters. Sein Urgroßvater hatte – so wird die Geschichte in seiner Familie erzählt – versprochen, ein Kreuz aufzustellen, wenn seine Söhne aus dem Krieg zurückkehren. Freericks’ Großvater Arnold kam mit seinem Bruder zurück nach Papenburg, und der Urgroßvater hielt sein Versprechen. An dessen Namen sowie an den des Bruders seines Großvaters kann sich Freericks nicht erinnern. Arnold starb im Jahr 1939.

Warum es ausgerechnet bei der Familie Diekmann vor der Haustür aufgestellt wurde, kann nur vermutet werden. „Wahrscheinlich, weil es hier auf dem Weg zur Kirche lag und jeder vorbeikam“, sagt Diekmann. Auch heute noch würden sich Menschen bekreuzigen, die daran vorbeikämen. Und die Familie Diekmann wird es weiterhin pflegen.


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