Nur zwei Interessentinnen Vorerst keine Amnesty-Jugendgruppe in Papenburg

Nach Jugendlichen für Amnesty suchen (von links) Gottfried Sandmann, Gerold Siemer, Andy Kuper, Benedickt Papen, Miriam Schmidt, Mechthild German, Helen Wessels, Jürgen Adam und Rudolf Siemer. Foto: Kristina MüllerNach Jugendlichen für Amnesty suchen (von links) Gottfried Sandmann, Gerold Siemer, Andy Kuper, Benedickt Papen, Miriam Schmidt, Mechthild German, Helen Wessels, Jürgen Adam und Rudolf Siemer. Foto: Kristina Müller

krim Papenburg. Die Papenburger Gruppe von Amnesty International hat kürzlich den Versuch gestartet, eine Jugendgruppe ins Leben zu rufen – es blieb jedoch beim Versuch.

Den Weg zur Informationsveranstaltung fanden lediglich zwei Schülerinnen des Mariengymnasiums. Über die Zeitung seien sie auf den Aufruf der Gruppe aufmerksam geworden, erzählten die beiden. Dass sie jedoch die Einzigen waren, schien sie ein wenig zu verunsichern.

Gerold Siemer, Sprecher der Gruppe, versuchte, ihnen dennoch Mut zu machen. „Dadurch, dass ihr gekommen seid, seid ihr jetzt schon das erste Mal aktiv geworden“, so Siemer.

Mit Infos über die Geschichte und bisherige Erfolge und Aktionen von Amnesty wollte er den Mädchen zeigen, „dass so was auch was bringt“. Die Jugendgruppe werde in ihrem Handeln eigenständig sein, versprach er und gab einige Vorschläge für Aktionen der Jugendgruppe, wie die Übernahme der Organisation für das kleine Musikfestival „Rock for Human Rights“ oder sportliche Aktivitäten wie Radeln oder Laufen. Der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt.

Mit weiteren vier bis fünf Freundinnen könne bereits ein Anfang für die Jugendgruppe gemacht werden, ermutigte Siemer die beiden. Eine Arbeit sei aber auch schulübergreifend möglich.

So ganz schienen die Schülerinnen aber noch nicht überzeugt zu sein. Insbesondere der zeitliche Aufwand machte den beiden Sorgen, wie sie sagten, da sie in diesem Schuljahr ihr Abitur machen müssten.

Gruppenmitglied Andy Kuper machte ihnen das Angebot, erst einmal bei den Aktionen der Erwachsenengruppe mitzumachen. Dadurch werde es den Mädchen sicher leichter fallen, eigenständig eine Gruppe zu führen.

Letztendlich gab Siemer den beiden einige Unterlagen mit und räumte ihnen Bedenkzeit ein. Sollten sie Interesse haben, könnten sie sich jederzeit melden.

Den Anstoß zur Gründung einer Jugendgruppe in Papenburg hatte ein TheoPrax-Projekt der Berufsbildenden Schulen im Frühjahr gegeben.