Schüler häufiger im Ausland BBS Papenburg sind jetzt Europaschule

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Die Papenburger Berufsbildenden Schulen für die gewerblichen und kaufmännischen Fachrichtungen können sich nun Europaschule nennen. Das zugehörige Zertifikat präsentieren hier (von rechts) Erster Kreisrat Martin Gerenkamp und der kommissarische Schulleiter Peter Peters. Foto: Jürgen EdenDie Papenburger Berufsbildenden Schulen für die gewerblichen und kaufmännischen Fachrichtungen können sich nun Europaschule nennen. Das zugehörige Zertifikat präsentieren hier (von rechts) Erster Kreisrat Martin Gerenkamp und der kommissarische Schulleiter Peter Peters. Foto: Jürgen Eden

jed Papenburg. Die Papenburger Berufsbildenden Schulen für die gewerblichen und kaufmännischen Fachrichtungen (BBS) sind als „Europaschule in Niedersachsen“ ausgezeichnet worden. Damit wurde die Arbeit der Einrichtungen honoriert, die ihren Schülern Kenntnisse über Europa und europäische Institutionen vermitteln und sie zur aktiven Teilhabe als Unionsbürger motivieren wollen.

Am Dienstag brachten der kommissarische BBS-Schulleiter Peter Peters und der Erste Kreisrat Martin Gerenkamp ein entsprechendes Hinweisschild am Eingang der Schule an. In seinem Grußwort sagte Gerenkamp: „Die aktuelle Situation in der Ukraine zeigt, dass der Friede in Europa alles andere als selbstverständlich ist. Nur durch Begegnungen und Freundschaften haben wir die Möglichkeit, Vorurteile abzubauen und Gemeinsamkeiten herauszustellen.“

Darüber hinaus tragen laut Gerenkamp die Förderung von Sprachkenntnissen sowie berufspraktische Erfahrungen im Ausland zur Erweiterung des Horizonts der Schüler bei.

Europäische Projekte flankieren nach Angaben des kommissarischen Schulleiters Peters seit vielen Jahren den Unterrichtsalltag in Papenburg. Pro Jahr profitierten rund 100 BBS-Schüler von Aufenthalten an europäischen Partnerschulen in Ländern wie den Niederlanden, Frankreich, Spanien oder Polen.

Auslandserfahrung konnte so auch die Schülerin Marina Reiners aus Neulehe sammeln. Die 18-Jährige besucht das Wirtschaftsgymnasium und war in diesem Sommer mehrere Wochen als Praktikantin in der Gastronomie in Malaga tätig. Sie empfand die Arbeit dort zwar als hart, doch konnte sie ihre Spanischkenntnisse ausbauen und bei Stadtführungen und mit Besuchen bei ihrer spanischen Kollegin den interkulturellen Austausch hautnah erleben, wie sie sagte. Sie möchte später im Tourismus arbeiten.

Der 19-jährige Technikgymnasiast Tobias Schulte aus Aschendorf war in den Sommerferien drei Wochen Praktikant in einer Kindertagesstätte – ebenfalls in Malaga. Auch wenn es ihn beruflich eher in eine andere Richtung ziehen wird, so ist er für die kulturellen Erfahrungen sehr dankbar.

Den Erfahrungen von Projektleiter Jürgen Kathmann nach ist das Interesse der Schüler an Auslandsaufenthalten inzwischen sehr groß. Die meisten zieht es allerdings weniger in den Osten, sondern eher in die westlichen und südlichen Länder, wie er mitteilte.

Feste Kriterien

Die Auszeichnung als Europaschule war an einen rund 140 Punkte umfassenden Kriterienkatalog gebunden. Rund 120 davon konnten die Papenburger Einrichtungen erfüllen und stehen in der Folge weit oben im Ranking.


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