Kreuzfahrtriese wird überführt Hunderte verabschieden „Quantum“ aus Papenburg

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Papenburg. Die Überführung der „Quantum of the Seas“ hat am Montagnachmittag begonnen. Das größte in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff bahnt sich mithilfe von Schleppern seinen Weg zur Nordsee. Die Ankunft im niederländischen Eemshaven wird am Dienstag gegen 4.30 Uhr erwartet.

Zentimeter für Zentimeter haben die Schlepper den 348 Meter langen Giganten durch das Nadelöhr an der Meyer Werft geschoben: Die dortige Dockschleuse ist 45 Meter breit, das Schiff misst 41,5 Meter.

Zum Live-Ticker.

Der Luxusliner wird mit dem Heck voraus über die Ems bewegt. Um ihn genau auf Kurs zu halten, ist an einen der Schlepper ein sogenanntes Überführungsponton angebracht worden, wie Werftsprecher Günther Kolbe auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte. Ein überdimensionaler Metallquader, in dem ein Dreieck ausgespart worden ist. Darin „steckt“ die Nase der „Quantum of the Seas“.

An das Heck des Ozeanriesen drückt sich ein weiterer Schlepper. Durch die metallischen Vorrichtungen sei die Wirkung der Hilfsschiffe direkter, so Kolbe. „Der Kapitän nutzt die Motoren des Schiffs nur, um zu unterstützen. Wenn alles super läuft, machen die Schlepper das alleine.“

Damit das Schiff an der engen Schleuse keinen Schaden nahm, waren an ihren Seiten sogenannte Rollfender angebracht worden. „Das Schiff lehnt sich mit der Backbordseite an die Fender an und rollt durch die Dockschleuse durch.“

Einblick ins Innere des Schiffs.

Trotz der mechanischen Hilfe bleibt das Einfädeln in die Schleuse Präzisionsarbeit: „Die Crew braucht eine gute halbe Stunde, um sich zu positionieren. Und die Durchfahrt dauert immer eine Stunde.“ Das könne für Außenstehende zu einer Geduldsprobe werden. Es sei aber alles gut gelaufen, so der Werftsprecher.

Hunderte Schaulustige hatten sich bei böigem Wind und Sonnenschein am Deich positioniert, um das Manöver zu verfolgen. Da das Schiff die geplanten 40 Kilometer im Schritttempo zurücklegt, haben die Menschen an den Ufern ausreichend Zeit Erinnerungsfotos zu machen.


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