Lichtspektakel und Fabelwesen Herbstfunkeln in Papenburg begeistert 4500 Besucher

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Papenburg. Das erste Herbstfunkeln auf der Landesgartenschau in Papenburg hat am Freitagabend rund 4500 Zuschauer in seinen Bann gezogen. Die Besucher erlebten bis Mitternacht ein stimmungsvolles Lichtspektakel mit geheimnisvollen Fabelwesen und musikalischer Untermalung.

Sphärisch anmutende Klänge durchdringen den Stadtpark, als die ersten Besucher auf das Gelände strömen. Lichterketten am Ufer des Sees führen die Gäste weiter in den hinteren Teil des Geländes. Bunte Gestalten und Fabelwesen des Helmnot Theaters aus Lichtenstein bei Zwickau kreuzen den Weg bis hin zu den verschiedenen Shows. Auf kleinen Bühnen, die im Park verteilt sind, interpretieren Künstler Pop- und Rockmusik. Ebenso finden französische Klänge ihren Weg in die Ohren der Zuhörer.

Unter den zahlreichen Programmpunkten sind aber auch außergewöhnliche Auftritte . Hitze und Akrobatik vereinten sich in der Darbietung der Feuerkünstler. Wind und lange goldene Stoffbahnen malen ein Bild von Flammen inmitten der Zuschauer. Unterdessen ziehen die Fabelwesen und Figuren weiter über das Gelände. Spontane Tanzeinlagen dieser mysteriösen Wesen mit den Vorbeigehenden bezaubern das Publikum und reißen es in ihren Bann.

Das Herbstfunkeln hält aber nicht nur laute, eindrucksvolle Orte bereit, sondern auch ruhige Plätze, von denen aus die Besucher das Treiben beobachten und genießen könne. Die unterschiedlichen Arten der Unterhaltung bieten Anklang für jeden Geschmack. Die Vielfalt an Eindrücken spricht nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder an. Besonders ein fantasievoll hergerichteter Pilzgarten, in dem eine Hexe zu leben scheint, fesselt das Interesse der jüngeren Besucher.

„Es war toll und spektakulär, einfach klasse!“ schwärmt Marion Schmitz aus Aschendorf vom Feuertanz der Chabernaq Company. Marlies und Günther Schwindel aus Neulehe genießen die Atmosphäre in vollen Zügen. „Die Lichter sehen unglaublich aus. Das lässt den Stadtpark in einem ganz neuen Licht erstrahlen“, beschreibt Marlies Schwindel die Stimmung.

Mit der hereinbrechenden Dunkelheit bekommen die Künstler und ihre Illustrationen eine völlig neue Qualität. „Je dunkler es wurde, desto toller wurde es“, meint Gerd Büning.

Göntje Gust, Projektleiterin der Veranstaltungen der Landesgartenschau, berichtet, dass die Organisatoren überraschenderweise kaum Probleme bei dem Ablauf und der Umsetzung gehabt hätten. „Bereits im Frühling haben wir alle Kinderkrankheiten bewältigen können“, erinnert Gust an das Frühjahrsfunkeln zu Beginn der Landesgartenschau . Sie freut sich, dass die Besucher auch dieses Mal staunend durch den Park spazieren. Im Gegensatz zum Frühjahrsfunkeln habe sie nun endlich auch selbst Zeit, den Park und seine besondere Stimmung im Lichterglanz zu genießen.Der Großteil der Besucher empfindet Gust zufolge die Atmosphäre als kuschelig. Das einzige Problem sei gewesen, dass zu wenig Feuerholz für die umliegenden Feuerstellen vorhanden war.

„Wir wollten die Urlaubsatmosphäre, die der Stadtpark oft am Tag hat, in die Nacht übergleiten lassen und für Entschleunigung sorgen“, sagt der Regisseur des Herbstfunkelns, Geschäftsführer des Helmnot Theaters und der Wunderräume GmbH, Dirk Grünig. Die Illumination folge der Architektur des Parks und unterstreiche die Sichtachsen. „Zeit für Märchen und Poesie, für Geschichtenerzähler und aus Licht gemalte Bilder – die Zuschauer erleben die Verwandlung von Teilen des Parks in ein Märchenland. Doch man findet auch viele der begeisternden Elemente des Frühjahrsfunkelns wieder“, so Grünig.

64 Mitarbeiter allein vom Helmnot Theater und der Wunderräume GmbH seien am Aufbau beteiligt gewesen. 25 Kilometer Kabel wurden verlegt und zehn Lastwagen waren für den Transport der Technik und der Figuren notwendig.

Das Herbstfunkeln mit seinem glitzernden Märchenwald, sechs Meter hohen Pilze, Waldwichteln mit einer ganz eigenen Mimik, goldenen Sternen mit lächelndem Gesicht, einer leuchtenden Musikkapelle in kleinen Booten auf dem See im aufwändig illuminierten Stadtpark wird während der Landesgartenschau noch vier weitere Male geboten. Die Termine am Samstagabend sowie am kommenden Samstag und Sonntag sind allerdings wie die Premiere am Freitagabend mit jeweils rund 4500 Besuchern bereits ausverkauft. Lediglich für die Vorstellung am Sonntag, 14. September, gibt es noch Karten. Die Tickets kosten 12,50 Euro für Erwachsene, Kinder ab sieben Jahren zahlen 5 Euro. Weitere Infos gibt es auf www.landesgartenschau-papenburg.de .

Geänderte Öffnungszeiten: An den Tagen, an denen das Herbstfunkeln stattfindet, wird der Stadtpark um 16 Uhr geschlossen und ab 17.30 Uhr geräumt. Der Einlass zum Herbstfunkeln beginnt jeweils um 19 Uhr. Der Geländeteil Alte Werft bleibt wie gewohnt bis 19 Uhr geöffnet. Das gilt auch für die Blumenhalle.


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