Hammer bei Fassanstich entzwei Kleine Panne zum Kirmes-Neustart in Aschendorf

Von Gerd Schade

Fassbieranstich mit Fauxpas: Jan Peter Bechtluft (Zweiter von rechts) präsentiert den losen Holzhammerkopf. Bei Friedhelm Führs (links) fließt der erste Gerstensaft trotzdem. Foto: Gerd SchadeFassbieranstich mit Fauxpas: Jan Peter Bechtluft (Zweiter von rechts) präsentiert den losen Holzhammerkopf. Bei Friedhelm Führs (links) fließt der erste Gerstensaft trotzdem. Foto: Gerd Schade

Aschendorf. Das sollte kein böses Omen sein: Mit dem letzten Hammerschlag von Ortsbürgermeister Friedhelm Führs beim Fassbieranstich zur Eröffnung der Aschendorfer Kirmes verabschiedete sich der Kopf des Holzhammers und flog im hohen Bogen durchs Festzelt. Verletzt wurde niemand, und das Freibier am Freitagnachmittag floss trotzdem.

Die kleine Panne beim Neuanfang für den traditionsreichen, zuletzt aber immer weniger frequentierten Jahrmarkt tat der guten Laune unter den Eröffnungsgästen keinen Abbruch, im Gegenteil. Erstmals seit Jahren findet die Aschendorfer Kirmes nicht mehr im Ortskern, sondern auf dem Neuen Marktplatz statt. Die Schausteller hatten unter anderem auf eine Standortverlagerung gedrängt, weil sie auf der freien Fläche größere und damit attraktivere Fahrgeschäfte aufstellen könnten.

„Wir sind mit Herzblut in Aschendorf“, versicherte der Vorsitzende des Vereins reisender Schausteller Ostfriesland , Karl-Heinz Langenscheidt. Er erinnerte daran, dass es viele einst große Märkte wie in Dalum oder Groß Hesepe nicht mehr gibt. An Aschendorf aber wollen die Schausteller auch in Zukunft festhalten – nicht nur, weil sie wie Vertragspartner der Stadt Papenburg zur Durchführung der Jahrmärkte im Stadtgebiet seien. „Wir haben uns in Aschendorf in hohem Maße engagiert“, sagte Langenscheidt. In diesem Zusammenhang würdigte er die Zusammenarbeit mit Ordnungsamtsleiter Matthias Heyen.

Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) stellte fest, dass die Kirmes, die bis Sonntag läuft, durch den neuen Standort eine Aufwertung erfahren habe. Sie müsse ein Teil des gesellschaftlichen Lebens in Aschendorf bleiben. Den Schaustellern bescheinigte Bechtluft, einen interessanten Markt auf die Beine gestellt zu haben.

Friedhelm Führs erinnerte an die kontroverse Diskussion um die Kirmes und mahnte, den Neuanfang gut- statt schlechtzureden. Er lobte insbesondere den Ortsrats- und Stadtratsherrn Markus Schepers (FDP), der sich persönlich stark für ein neues Konzept inklusive Sponsorenakquise eingebracht habe. Schepers betonte, dass die Kirmes in Zukunft nur bestehen könne, wenn sich Aschendorfer Firmen und Einzelpersonen an der Durchführung beteiligen.