Neue Fertigung bei ND Coatings Stahlveredelung in Papenburg umweltfreundlich

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Start frei für eine neue Fertigungslinie bei ND Coatings: Staatssekretärin Daniela Behrens mit Geschäftsführer Manfred Ossevorth (rechts) setzte die Linie im Beisein von (von links) Werftchef Bernard Meyer, Bürgermeister Jan Peter Bechtluft, Landrat Reinhard Winter und ND-Coatings-Mitarbeiter Meinhard Hockmann in Gang. Foto: Christoph AssiesStart frei für eine neue Fertigungslinie bei ND Coatings: Staatssekretärin Daniela Behrens mit Geschäftsführer Manfred Ossevorth (rechts) setzte die Linie im Beisein von (von links) Werftchef Bernard Meyer, Bürgermeister Jan Peter Bechtluft, Landrat Reinhard Winter und ND-Coatings-Mitarbeiter Meinhard Hockmann in Gang. Foto: Christoph Assies

Papenburg. Eine neue, in ihrer Form bisher einmalige Fertigungslinie zum Strahlen, Richten und Grundieren von Stahlprofilen hat Daniela Behrens, Staatssekretärin im niedersächsischen Wirtschaftsministerium, am Mittwoch beim Schiffbauzulieferer ND Coatings in Papenburg in Betrieb genommen. Die zwölf Millionen Euro teure, selbst entwickelte Anlage ist nach Angaben von Geschäftsführer Manfred Ossevorth in ihrer Art weltweit einmalig und besonders umweltfreundlich.

ND Coatings ist im Bereich Korrosionsschutz und Oberflächenbearbeitung tätig und beliefert unter anderem die Papenburger Meyer Werft . Bei 100000 Tonnen Stahl, der für Kreuzfahrtschiffe der Werft verarbeitet werde, würden bei der Beschichtung der Stahlteile nur noch Grundierungen auf Wasserbasis eingesetzt. „Vielfach basieren diese Grundierungen auf Lösungsmitteln. „Diese sind hier so gut wie nicht mehr nachweisbar“, erklärte Ossevorth.

Zusätzlich seien in der neuen Fertigungslinie Richtanlagen integriert, die künftig zwei Arbeitsprozesse der Stahlbearbeitung auf einen reduzieren. „Eine solche Verkettung dieser Prozesse in einer Anlage ist weltweit einmalig“, so Ossevorth weiter. Die 28 Meter breite und 178 Meter lange Anlage veredelt künftig Stahlkomponenten mit einer maximalen Geschwindigkeit von fünf Metern pro Minute.

Ossevorth dankte dem Wirtschaftsministerium für einen finanziellen Zuschuss bei der Investition, den er nicht näher bezifferte.

Staatssekretärin Behrens lobte in ihrer Rede die Entwicklung der neuen Fertigungslinie und betonte, die Neuentwicklung sei wichtig für die Sicherung des Standortes. „Der Mut für diese Art der Entwicklungen zeichnet unser Land aus“, so Behrens. Kreuzfahrtschiffe seien komplexe Produkte. Beim Bau beschäftige man sich permanent mit Innovationen. „Hier sehen wir, dass diese Neuentwicklungen schon in einem frühen Baustadium spürbar sind“, so Behrens.

Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU), der vom niedersächsischen Hafentag zum Festakt bei ND Coatings gekommen war, verwies auf die dynamische Entwicklung in der Stadt und im Schiffbau. „Die Auftragslage der Meyer Werft stimmt mich optimistisch, und diese Anlage eines direkten Partners der Werft sichert die Wettbewerbsfähigkeit und passt ins Bild vom innovativen Schiffbaustandort Papenburg.“ Bechtluft betonte, er werde weiterhin alles für eine gute Infrastruktur im Papenburger Hafen tun.


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