Wetter verdirbt die Saison Freibadbetreiber im Nordkreis unzufrieden

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Genießen in dieser Woche die letzten Sonnenstrahlen: Tawitha, Ann Christin, Matthias und Johann (von links) im Freibad in Börger.Foto: Juliane HornGenießen in dieser Woche die letzten Sonnenstrahlen: Tawitha, Ann Christin, Matthias und Johann (von links) im Freibad in Börger.Foto: Juliane Horn

Papenburg. Mit den Sommerferien endet in dieser Woche auch die Saison der meisten Freibäder im nördlichen Emsland. Doch gerade in der Ferienzeit haben sich die Betreiber in diesem Jahr mehr Badegäste erhofft.

So wie vielen Schülern erging es auch den Mitarbeitern der Freibäder im nördlichen Emsland: Während der Sommerferien hätten sie sich schöneres Wetter gewünscht. Darin herrscht in den Städten und Gemeinden von Papenburg bis Sögel Einigkeit. Wäre der August wärmer gewesen, fiele die Bilanz der Saison wesentlich besser aus. „Im August hätten wir praktisch zumachen können“, erklärt beispielsweise Gerhard Thoben, Schwimmmeister im Freibad in Sögel.

In die Saison gestartet ist ein Großteil der Bäder in der zweiten Mai-Hälfte. Nur das Friesenbad in Weener hatte bereits ab dem 12. April geöffnet. In Papenburg konnte sogar erst ab Mitte Juni gebadet werden, weil ein Chlorventil im Bad defekt war und ausgetauscht werden musste.

Mit den Besucherzahlen in den Monaten Juni und Juli waren die Freibadbetreiber sehr zufrieden, wie sie auf Anfrage sagten. Besucherrekorde gab es beispielsweise am Pfingstwochenende oder an den durchgehend heißen Tagen im Juli. In das Freibad in Sögel kamen laut Schwimmmeister Thoben mitunter mehr als 1000 Badegäste am Tag. In Weener waren bei Temperaturen um die 35 Grad etwa 1500 Besucher. In Börger – einem der kleineren Bäder – freute sich Badeaufsicht Alois Langen in Spitzenzeiten über rund 170 Wasserratten am Tag.

Nur der August „war für die Katz“, wie Langen es ausdrückt. Das hat sich nicht nur in Börger, sondern auch in Lathen, Sögel, Surwold, Papenburg, Klein Berßen und Weener auf die Anzahl der Besucher niedergeschlagen. Im Friesenbad kamen in dieser Zeit beispielsweise 6039 Badegäste weniger als im Vorjahreszeitraum. In Sögel habe das sogar zu einem Minusgeschäft geführt, weil die Einnahmen die Kosten für die Wasser-Beheizung nicht gedeckt hätten, erklärt Thoben. Dass die Beheizung aber auch Vorteile haben kann, davon ist Alois Langen überzeugt. Im Bad in Börger locke das vor allem abends mehr Leute zum Erwachsenenschwimmen.

Die Gesamt-Besucherzahl des vergangenen Jahres wird in diesem Jahr aber voraussichtlich in keinem der Freibäder in der Region erreicht. In Lathen, Papenburg und Surwold steht schon jetzt fest, dass etwa 2000 Badegäste weniger im Freibad waren. In Sögel und Weener wird die Differenz nach Angaben der Betreiber sogar bei rund 5000 liegen.

Geöffnet sind die Bäder in Sögel und Weener noch bis Samstag, 13. September. In Lathen und Börger kann noch bis Sonntag, 14. September, draußen gebadet werden. Die Freibäder in Papenburg und Klein Berßen haben bereits geschlossen.


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