NDR-Festival in Papenburg 25000 feiern riesige Rockparty vor der Meyer Werft

Von Stefan Prinz


Papenburg. Für jeden Musikgeschmack hatte das NDR Papenburg Festival bis in den späten Samstagabend etwas zu bieten: Popmusik von Wingenfelder, Bosses Indiepop und Rock von Revolverheld, Sunrise Avenue sowie The Boss Hoss. Sie alle begeisterten das Publikum vor dem Kreuzfahrtschiff „Quantum of the Seas“.

Besonders die Cowboys von The Boss Hoss sorgten mit ihrem typischen Sound für eine ausgelassene Feierstimmung an der Meyer Werft. Als publikumsnah erwies sich Axel Bosse, der viel mit den Zuschauern agierte – ein Mädchen durfte sogar mit ihm singen. Bosse kümmerte sich auch darum, dass eine junge Dame, die ohnmächtig zu werden drohte, Hilfe von den Sicherheitsleuten bekam. Boss Hoss-Sänger Boss Burn nahm ein Bad in der Menge.

Für Gekreische sorgte zum Abschluss des Festivals Sunrise Avenue-Sänger Samu Haber, als er die Bühne betrat. Mit rockigen und ruhigen Songs begeisterte die finnische Rockband die 25000 Besucher.

Nicht nur für die Fans, auch für die Veranstalter war das Konzert ein großer Erfolg: „Es hat alles perfekt funktioniert“, freute sich Konzert-Macher Wolfgang Besemer am späten Samstagabend. Ein paar Probleme jedoch gab es.

Eines davon waren die teils kilometerlangen Staus rund um Papenburg. „Das ist nun mal so, wenn Tausende Menschen zu so einem Großereignis anreisen“, so Polizeisprecher Bernhard Lange. Die Lage sei allerdings durch den gesperrten Emstunnel entlang der Autobahn 31 verschärft worden. Das habe dazu geführt, dass auch mehr Autos durch die Stadt gefahren sind. Insgesamt sei der Verkehr rund um das Festival aber problemlos verlaufen.

Und wann gibt es das nächste Mal etwas auf die Ohren? Das nächste Papenburg-Festival wird es wohl erst dann wieder geben, wenn ein neues Meyer-Schiff ausgeliefert wird: Denn die Unterstützung durch die Meyer Werft und andere Sponsoren sorge unter dem Strich dafür, dass die Festivalkarten zum halben Preis an die Besucher verkauft werden konnten. Rund 25 Euro pro Karte sei bei einem solchen Musiker-Aufgebot ansonsten nicht machbar. „Der Karten würden sonst leicht das Doppelte kosten“, so Besemer.

Rund 100 Mal mussten Sanitäter und Ärzte nach Besuchern schauen. Drei Mal mussten Musikfans ins Krankenhaus gefahren werden. Ernste Fälle gab es allerdings nicht.