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Stelzenbagger vor Ersteinsatzt Papenburg: Bunte stellt neuen 31 Meter langen „Kraftprotz“ in Dienst

<p><em>Der Stelzenbagger </em>„Johann Bunte Papenburg“ 65“ im Nofdhafen, Foto: Bunte</p>

Der Stelzenbagger „Johann Bunte Papenburg“ 65“ im Nofdhafen, Foto: Bunte

Papenburg. Die Johann Bunte Bauunternehmung hat einen neuen Stelzenbagger „Johann Bunte Papenburg 65“ (JPB 65) in Betrieb genommen.

Er ist im Papenburger Nordhafen endausgerüstet worden und wird am Wochenende zum ersten Einsatzort nach Otterndorf auslaufen.

Wie das Unternehmen mitteilte, belaufen sich die Gesamtkosten auf rund vier Millionen Euro. „Damit sind wir künftig in der Lage, große Projekte in den Bereichen Küstenwasserschutz und Binnenwasserstraßenausbau noch effektiver undwettbewerbsfähiger durchzuführen“, sagte Bunte-Geschäftsführer Manfred Wendt.Er wies gleichzeitig auf die ausgesprochen gute Auftragslage im Geschäftsbereich Wasserbau hin.

Entwickelt worden ist der Stelzenbagger JBP 65 von der eigenen maschinenbautechnischen Abteilung in Papenburg zusammen mit dem Ingenieurbüro ahb aus Emden. Der 31 Meter lange und gut elf Meter breite, selbst fahrende Ponton, ist im vergangenen Jahr von der polnischen Magra-Werft (Gdynia) gebaut worden. Seit Dezember befindet sich das Spezialschiff mit einer Tragfähigkeit von 250 Tonnen im Papenburger Nordhafen zur Endausrüstung. Dort sind unter anderem die hydraulischen Ankerpfähle sowie der 90 Tonnen schwere Hydraulikbagger mit einer Auslagelänge von 20,50 Metern montiert worden. Der mit GPS-Geräten ausgerüstete JPB 65 kann bis zu einer Tiefe von 16,50 Metern baggern. Die Baggerschaufel kann in der Tiefe 4,8 Tonnenaufnehmen. Der erste Einsatz des neuen „Kraftprotzes“ ist in Otterndorf (Landkreis Cuxhaven) vorgesehen. An dem dortigen Küstenabschnitt ist Bunte im vergangenen Jahr mit einer umfangreichen Küstenschutzmaßnahme beauftragt worden, die den Bau von neuen Buhnen beinhalten.

Neben den Neubau des Stelzenbaggers JBP hat Bunte nach eigenen Angaben inden vergangenen 18 Monaten weitere Investitionen in die Erweiterung der wasserbautechnischen Spezialausrüstung investiert. Unter anderem sind nach Firmenangaben drei Deckschuten seit Anfang 2011 auf verschiedensten Baustellen im Einsatz.