Papenburg erstes Ziel Wattmotorschiff nach 20 Jahren wieder fahrtüchtig

Von Jan-Hendrik Kuntze

Die „Thea-Angela“ ist am Freitag in den Papenburger Hafen eingelaufen. Foto: Jan-Hendrik KuntzeDie „Thea-Angela“ ist am Freitag in den Papenburger Hafen eingelaufen. Foto: Jan-Hendrik Kuntze

Papenburg. Die ersten Schiffe für das Papenburger Hafenfest (5. bis 7. September) laufen bereits jetzt die Häfen an. Am Freitag fuhr die „Thea-Angela“ aus Haren in den Papenburger Hafen ein. Es war die erste größere Fahrt des komplett renovierten Museumsschiffes.

Bei der „Thea-Angela“ handelt es sich um eines der letzten erhaltenen Wattmotorschiffe, die in Haren gebaut wurden. „Das Schiff ist ein Stück Harener Geschichte, das erhalten werden muss“, meint Martin Deymann, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Schifffahrtbrauchtums in der Stadt Haren. Die Restaurierung des Museumsschiffs war das erste Projekt des Vereins, der Ende 2012 gegründet worden ist. Er macht es sich seitdem zur Aufgabe, die Schiffe des Schifffahrtsmuseums Haren instand zu halten und wieder fahrtüchtig zu machen.

Schon vergangene Woche lief ein altes Schiff ein.

Fünf Monate und dreieinhalbtausend ehrenamtliche Arbeitsstunden brauchte es, um die „Thea-Angela“ zu erneuern. Rund 50000 Euro wurden in die Instandsetzung investiert.

„Das Schiff befindet sich jetzt wieder in einem tadellosen Zustand. Die Feuertaufe ist super gelaufen“, freute sich Deymann über die erste große Fahrt des Schiffes nach über zwei Dekaden. Erstmals seit der Stilllegung im Jahre 1990 hatte die „Thea-Angela“ am Freitag nach dem Passieren der Herbrumer Schleuse wieder Seewasser unter dem Kiel.

Weitere Informationen zum Hafenfest.

Das Schiff ist 1929 gebaut worden und war zunächst ein Schleppschiff, das über die Kanäle gezogen wurde. Doch im Jahr 1950 wurde erstmals ein Motor in das Schiff eingebaut, das dann auch im Wattenmeer fuhr. Es wurde deshalb umgangssprachlich auch als „Schlickrutscher“ bezeichnet. Die „Thea-Angela“ fungierte als Transportmittel zu den Ostfriesischen Inseln, bis es 1990 abgemeldet und abgewrackt werden sollte. Vor diesem Schicksal bewahrte es der Heimatverein Haren. Die Gruppe kaufte das Schiff und richtete in dessen Innenräumen ein Museum ein.


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