Gespräche mit Landwirten Stadt Papenburg will Wegeseitenräume stärker schützen

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Ein Wegeseitenraum südlich des Draibergs in Aschendorf wurde bereits von der Stadt Papenburg mit 25 verschiedenen Pflanzenspezies besät. Foto: Louisa MeerjanssenEin Wegeseitenraum südlich des Draibergs in Aschendorf wurde bereits von der Stadt Papenburg mit 25 verschiedenen Pflanzenspezies besät. Foto: Louisa Meerjanssen

lmee Papenburg. Die Flächen zwischen landwirtschaftlichem Weg und Anbaufläche, sogenannte Wegeseitenräume, sollen im Papenburger Stadtgebiet in Zukunft noch mehr genutzt werden, um Wildtieren Rückzugsorte zu bieten. Dafür hat sich der Umweltausschuss der Stadt in seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen.

Christian Kremer vom Fachdienst Bauverwaltung stellte die bisherige Durchführung des Programms des Landkreises Emsland vor, das Kommunen durch Ökopunkte zu der Nutzung der Flächen mit Hecken, Streuobstreihen oder anderen Saatmischungen motivieren soll. Demnach hat die Stadt bereits in einigen landwirtschaftlichen Bereichen wie in Aschendorfermoor, Tunxdorf, Nenndorf und Aschendorf bisher ungenutzte Flächen durch Liegenschaftskarten und einen Abgleich mit aktuellen Luftbildern neu abgesteckt.

Hierzu seien Kremer zufolge Gespräche mit den Landwirten nötig gewesen, die bisher einige der Wegeseitenräume für den Ackerbau genutzt hätten. Die Fläche gehöre jedoch rechtmäßig der Stadt, und es sei wichtig, um Wildtieren in diesen Wegeseitenräumen einen Rückzugsort zu geben, betonte Kremer.

„Wir haben die Grenzen durch Eichenspanpfähle abgesteckt und sind an die landwirtschaftlichen Ortsvereine herangetreten, um über das Programm zu informieren“, so Kremer weiter. Seit Beginn des Projekts im Jahre 2012 seien jedoch auch einige Flächen wieder übermäht oder gepflügt worden. Die klare Abgrenzung der landwirtschaftlichen Flächen und der Wegeseitenräume sei ein wichtiges Projekt für die Zukunft und solle einvernehmlich mit den Landwirten geschehen.

Insgesamt sollen laut Kremer 6,5 Hektar Fläche von der Stadt überprüft werden, es sei jedoch nicht jeder Wegeseitenraum geeignet. „Unser Ziel ist es, 4 bis 5 Hektar zu nutzen“, erklärte Kremer im Hinblick auf die Zukunft des Programms. Die Wegeseitenräume seien vorher von der Stadt vernachlässig worden. Der ökologische Wert der vom Landkreis abgestimmten Saatmischung mit 25 verschiedenen Pflanzenspezies ist nach einhelliger Meinung im Ausschuss jedoch unerlässlich als Rückzugsort für Wildtiere und für den Fortbestand von Bienen.


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