Europastraße 233 nun ÖPP-Projekt Ostfriese Hans-Dieter Kettwig an der Spitze der Ems-Achse

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Standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung (von links): Manfred Wendt, Enak Ferlemann, Hans-Dieter Kettwig und Bernhard Bramlage. Foto: Sven MechelhoffStanden im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung (von links): Manfred Wendt, Enak Ferlemann, Hans-Dieter Kettwig und Bernhard Bramlage. Foto: Sven Mechelhoff

Papenburg. Hans-Dieter Kettwig ist zum neuen Vorsitzenden der regionalen Kooperation Wachstumsregion Ems-Achse gewählt worden. Der scheidende Vorsitzende Manfred Wendt war nach achtjähriger Amtszeit nicht erneut angetreten. Neuigkeiten gab es außerdem aus dem Bundesverkehrsministerium: Das Vorhaben „E 233“ ist in die dritte Staffel der Projekte der Öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) aufgenommenworden.

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder auf ihrer Versammlung am Montagabend im Papenburger Forum Alte Werft für Kettwig aus. Der 56-Jährige ist Geschäftsführer des Auricher Windanlagenbauers Enercon. Schon vor der Mitgliederversammlung war bekannt geworden, dass er als Favorit auf den Posten galt (wir berichteten). Wendt zeigte sich zufrieden mit der Wahl seines Nachfolgers: Er sei stolz, dass mit Kettwig jemand an der Spitze der Ems-Achse stehe, der ihr mit seinem Namen und seinem Unternehmen zusätzliches Gewicht verleihe.

Kettwig selbst erklärte seine Motivation, den ehrenamtlichen Posten zu übernehmen, aus seiner regionalen Verbundenheit heraus. „Mich reizt besonders, dass wir uns alle der Region verbunden fühlen“, sagte er an die Mitglieder gerichtet.

Ebenfalls einstimmig ist Leers Landrat Bernhard Bramlage (SPD) zum stellvertretenden Vorsitzenden wiedergewählt worden.In zwei Jahren, so kündigte Wendt an, soll jedoch der emsländische Landrat Reinhard Winter (CDU) den Posten übernehmen.

Winter war es auch, der Wendts Schaffen würdigte. Wendt sei es zu verdanken, dass die Ems-Achse zu einem ernst zu nehmenden Gesprächspartner bei Bund und Land geworden sei. Der Geschäftsführer des Papenburger Bauunternehmens Bunte ist seit der Gründung des Verbandes 2006 der einzige Vorsitzende gewesen. Zu einer Wiederwahl stand er nicht mehr zur Verfügung.

Auch Wendt selbst bilanzierte seine achtjährige Amtszeit und hob Projekte wie die European North Sea Energy Alliance, den Dortmund-Ems-Kanal und die Fachkräfteinitiative mit spanischen Auszubildenden als Errungenschaft des Verbandes hervor. Er nutzte seine letzte Rede als Vorsitzender aber auch dazu, die fehlende Förderung der Ems-Achse durch das Land zu kritisieren. Er sprach von einer ungleichen Behandlung im Vergleich zu anderen geförderten regionalen Verbünden, wie es Bremen und Oldenburg seien.

E-233-Ausbau näher

Festredner Enak Ferlemann lobte die gute Zusammenarbeit mit Wendt, der sich als Lobbyist in Berlin stets für die Region starkgemacht habe. Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hatte darüber hinaus Neuigkeiten zu verkünden: Der vierspurige Ausbau der Europastraße 233 von Meppen nach Emstek rücke näher. Das Projekt sei in die dritte Staffel der ÖPP-Projekte des Ministeriums aufgenommen worden, sagte Ferlemann. In diesem Rahmen können nun private Investoren das 600-Millionen-Euro-Vorhaben finanzieren. Im Gegenzug sollen die Firmen später die Lkw-Maut einstreichen können.


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