Bechtluft: Konzept der Zukunft Caritas weiht Tagespflege in Papenburg ein

Von Anna Kröger


Papenburg. Betreuung und Abwechslung für ältere und erkrankte Menschen sowie Entlastung pflegender Angehöriger – das bietet ab dem 1. August die neue Caritas-Tagespflege Unterems am Hauptkanal links 84–85 in Papenburg. Insgesamt stehen hier 15 Tagespflege-Plätze zur Verfügung. Bevor sich jedoch die Türen der Einrichtung erstmals öffnen, sind die neuen Räume am Donnerstag feierlich eingeweiht worden.

„Es ist eine Atmosphäre geschaffen worden, die es Menschen ermöglicht, sich hier wohlzufühlen“, befand der stellvertretende Caritas-Direktor im Bistum Osnabrück, Günter Sandfort. Gerade für pflegende Angehörige sei es wichtig, eine Auszeit zu nehmen, um sich um persönliche Angelegenheiten und die eigenen Bedürfnisse kümmern zu können. „Sonst schafft man so einen Pflegemarathon oftmals gar nicht“, betonte Sandfort. In diesem Zusammenhang hob er das flexible Betreuungsangebot der Einrichtung hervor, das die individuellen Bedürfnisse der Gäste berücksichtige. So öffne die Einrichtung täglich zwischen 8 und 16.30 Uhr und könne je nach Wunsch stunden- oder tageweise besucht werden. Zudem gebe es für die Besucher je nach Interesse und Fähigkeiten zahlreiche Unterhaltungs- und Beschäftigungsangebote. „Zur Hälfte sind wir bereits ausgelastet. Ich werte das als gutes Zeichen“, so Sandfort.

Tagespflege-Leiterin Marita Frerichs zeigte sich „stolz, dass wir unsere neuen Räumlichkeiten jetzt vorstellen können“. Sie unterstrich den Wert der Tagespflegebetreuung insbesondere in Zeiten, in denen die Vereinsamung im Alter zunehme – bedingt unter anderem durch den Wegfall der Mehrgenerationenhaushalte. Die Tagespflege könne hier Entlastung für pflegende Angehörige und für die Betroffenen schaffen, so Frerichs. Neben der individuellen Pflege und Betreuung durch qualifizierte Fachkräfte werde den Gästen hier auch eine neue Lebensqualität geboten, versprach sie.

Die Einrichtung einer Tagespflege durch die Caritas mache Papenburg noch lebenswerter, betonte Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU). Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel sei die Kombination aus häuslicher und teilstationärer Pflege das „Konzept der Zukunft“, prophezeite er.

Grußworte sprach auch der Eigentümer des Hauses, Willm Rolf Meyer: „Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit mit der Caritas.“