Förderung für Sarah Janßen Stipendiatin schafft multimediale Kunst


lmee Papenburg. Im Rahmen eines Künstlerstipendiums lebt und arbeitet Sarah Janßen aus Nordhorn zwei Monate im Stiefelknechthaus beim Gut Altenkamp in Aschendorf. Die 28-jährige Künstlerin war zuvor bereits zwei Monate im Künstlerhaus im Stadtpark Nordhorn tätig. Das Stipendium wird seit 2006 von dem Verein „Emsländische Landschaft“ vergeben.

„Ich bezeichne meine Arbeit als Cross-Media-Kunst“, erklärt Janßen bei einem Pressegespräch. Sie hat in Enschede und Groningen studiert. Das Stipendium biete ihr nun die Möglichkeit, in zwei Kulturstätten im Emsland und in der Grafschaft Bentheim zu leben und zu arbeiten.

Die Emländische Landschaft hat das Künstlerstipendium bereits zum fünften Mal vergeben. Wie Vereinspräsident Hermann Bröring mitteilt, werden damit junge, aufstrebende Talente gefördert, die aus der Region stammen oder sich in ihrer Kunst mit der Region auseinandersetzen. Unterstützt werden die Künstler mit 5000 Euro. Hinzu kommen 1000 Euro für Materialien und Fahrtkosten.

Die entstandenen Werke werden in einem Katalog zusammengetragen und in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Anders als bei vorherigen Stipendiaten, ist Janßens zweite Station nicht der Marstall Clemenswerth in Sögel, sondern das frisch sanierte Stiefelknechthaus in Aschendorf. So soll laut Bröring der Fokus auf einen Ort gelegt werden, der sonst nicht so sehr in der Öffentlichkeit steht.

Janßen versucht nach eigenen Angaben in ihrer Kunst, verschiedene Medien wie Videos, Fotos und Computer zu verbinden. „Sie ist als Stipendiatin ausgewählt worden, weil sie eine ganz besondere Technik verwendet“, so Bröring. „Sie hat einen anderen Blickwinkel als die meisten von uns.“

Licht spielt große Rolle

Zu ihrem künstlerischen Vorgehen erklärt Janßen, sie lasse die Umgebung auf sich wirken. Dann zeige sie ihre Eindrücke beispielsweise anhand von an die Wand projizierten Fotografien. Denn: „Bilder brauchen einen Raum, in dem sie ‚stattfinden‘ können.“ Die Veränderung des Lichts interessiert sie besonders: „Der Wald verändert sich, je nachdem wo der Betrachter steht. Einerseits ist er sehr ruhig, andererseits passiert viel: Das Licht ändert sich ständig.“

Am 20. und 29. Juni sowie am 6. und 18. Juli von jeweils 10 bis 15 ist das Atelier am im Stiefelknechthaus für Besucher geöffnet. Weitere Informationen zu Sarah Janßens Kunst sind unter www.sarahjanssen.com zu finden.


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