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Zwei Arbeiter in Papenburg verletzt 50.000 Euro Schaden nach Feuer auf der Meyer Werft

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cass/gs Papenburg. Bei einem Brand auf der Meyer Werft in Papenburg sind am Donnerstagvormittag zwei Arbeiter leicht verletzt worden. Belegschaft und Besucherzentrum wurden evakuiert. Das Feuer war nach Angaben von Werftsprecher Peter Hackmann schnell unter Kontrolle und gelöscht. Den Sachschaden schätzt das Unternehmen auf etwa 50.000 Euro.

Hackmann zufolge brach der Brand gegen 10 Uhr in der Nasszelle einer Kabine auf Deck 3 des im Bau befindlichen Kreuzfahrtschiffes „Quantum of the seas“ aus, das in der Baudockhalle 6 liegt. Die Ursache für das Feuer ist bislang unklar. Die beiden Arbeiter wurden vor Ort medizinisch versorgt und mit einer leichten Rauchgasvergiftung zur Nachbehandlung ins Papenburger Krankenhaus gebracht. Einer der Arbeiter konnte das Hospital nach einer ambulanten Behandlung bereits wieder verlassen, der andere befindet sich nach Angaben der Polizei noch in Behandlung.

Das Ausmaß des Brandes auf der Meyer Werft ist weitaus geringer als bei dem Feuer auf dem Luxusliner „Norwegian Getaway“ im März 2013. Seinerzeit war es dort in einem Technikraum zu einem Brand mit starker Rauchbildung gekommen. Die Werft bezifferte den Schaden offiziell auf weniger als 500.000 Euro.

Die Evakuierung am Donnerstag wurde knapp eine Stunde nach dem Alarm wieder aufgehoben. Die Tore der Baudockhalle wurden zum Durchlüften geöffnet.

Neben der Werkfeuerwehr waren auch die drei Papenburger Feuerwehren Untenende, Obenende und Aschendorf sowie Polizei und Rettungskräfte im Einsatz. Die Papenburger Feuerwehren stellten Trupps mit Atemschutz bereit, brauchten letztlich aber nicht eingreifen, wie Stadtbrandmeister Josef Pieper auf Anfrage unserer Zeitung sagte. Die rund 60 freiwilligen Einsatzkräfte konnten in Absprache mit der Werkfeuerwehr nach rund 45 Minuten unverrichteter Dinge wieder abrücken. Pieper lobte in diesem Zusammenhang den Verlauf des Einsatzes und die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren. „Die Verletzten waren schnell von Bord. Das hat gut geklappt.“ Auch die Evakuierung verlief reibungslos – „wie geübt“, sagte Pieper.

Dem stimmte auch Werft-Geschäftsführer Lambert Kruse in einer Pressemitteilung des Unternehmens zu: „Diese gemeinsame Vorgehensweise wird regelmäßig geprobt und die schnelle Reaktionszeit heute hat dies eindrucksvoll bewiesen.“

Der Zeitplan für die Ablieferung der „Quantum of the seas“ an die US-Reederei Royal Carribean International im Oktober ändert sich nach Angaben der Werft durch den Brandschaden nicht. Der Ozeanriese wird auf 18 Decks Platz in 2090 Kabinen für 4180 Passagiere bieten.

Ebenfalls angefordert worden war die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Malteser Hilfsdienstes. Sie konnte aber wieder abbestellt werden. „Die SEG wird immer dann hinzugerufen, wenn das Ausmaß an Personenschäden noch nicht abzuschätzen ist“, sagte ein Feuerwehrsprecher.

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