20 Fälle in der Schlichtung Kaum Klagen über Zahnärzte im Bezirk Ostfriesland

Von Alex Siemer

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Schlichtungsausschuss der Zahnärzte mit (von links) Rüdiger Tantzen, Dr. Maria Kaschner und Herbert Schulz. Rechts Dr. Ulrich Keck, Vorsitzender der ZKN-Bezirksstelle Ostfriesland. Foto: Alex SiemerSchlichtungsausschuss der Zahnärzte mit (von links) Rüdiger Tantzen, Dr. Maria Kaschner und Herbert Schulz. Rechts Dr. Ulrich Keck, Vorsitzender der ZKN-Bezirksstelle Ostfriesland. Foto: Alex Siemer

Papenburg. Im vergangenen Jahr hat es bei der Bezirksstelle Ostfriesland der Zahnärztekammer Niedersachsen (ZKN) 20 Beschwerden von Patienten gegeben, die mit der Leistung ihres jeweiligen Zahnarztes nicht zufrieden waren.

„Das ist mit Blick auf die vielen Hunderttausend Behandlungen, die die Zahnmediziner in Ostfriesland pro Jahr ausführen, ein Wert, der sich rechnerisch im Bereich von wenigen Hundertstel Promille bewegt“, ist Dr. Ulrich Keck mit der Statistik zufrieden. Erfreulich sei zudem, dass es bei den Eingaben „nur ganz selten“ um Behandlungsfehler gehe.

„Aber jede einzelne Beschwerde nehmen wir sehr ernst“, so der Vorsitzende der ZKN-Bezirksstelle. Mit „wir“ meint Keck sich und den Schlichtungsausschuss der ZKN-Bezirksstelle, die sich um die Klärung der Beschwerden bemüht.

Ungefähr die Hälfte der Eingaben in 2013 wurde an den Ausschuss weitergeleitet, die andere Hälfte klärte Keck persönlich mit den Patienten und den behandelnden Zahnärzten. „Hierbei handelte es sich oft um Missverständnisse, die schnell zur Zufriedenheit aller ausgeräumt werden konnten“, so Keck.

Seit über 30 Jahren ist Keck Zahnarzt in Weener und verfügt mithin über eine große Berufserfahrung. Das gilt auch für Rüdiger Tantzen (Esens), Dr. Karl-Heinz Frees (Wiesmoor), Dr. Maria Kaschner (Leer), Dr. Thomas Schmidt (Werlte) und Herbert Schulz (Emden), die im Schlichtungsausschuss der ZKN-Bezirksstelle tätig sind.

„Um dort mitarbeiten zu können, muss man nicht nur das Studium erfolgreich abgeschlossen haben, sondern wenigstens seit fünf Jahren den Beruf ausüben“, beschreibt Keck die Voraussetzungen.

Der Ausschuss könne auch Begutachtungen in Auftrag geben, die von ebenfalls sehr erfahrenen und zugelassenen Gutachtern der Zahnärztekammer Niedersachsen vorgenommen werden. „Auf deren Expertenwissen und -urteil können sich die behandelnden Zahnärzte wie auch die Patienten verlassen“, begründet Keck zugleich, warum Stellungnahmen des sogenannten Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MdK) keine Rolle spielen. Das Verfahren vor dem Schlichtungsausschuss ist für alle Beteiligten freiwillig.

„Unser Ziel ist die außergerichtliche Klärung von Beschwerden.“ Der Spruch des Ausschusses ist nicht verbindlich, „weder für die eine noch für die andere Seite“. Wer damit nicht einverstanden ist, kann immer noch die ordentlichen Gerichte anrufen – dann aber auch mit dem vollen Kostenrisiko. Das Verfahren vor dem Schlichtungsausschuss hingegen ist in jedem Fall für die Patienten kostenfrei.


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