Mehr Platz für Meyer-Riesen Dockschleuse in Papenburg wird vergrößert

Über eine provisorische Brücke können Fußgänger und Radfahrer derzeit das Werfthafenbecken überqueren. Eine Vollsperrung der Dockschleuse ist für die Versetzung von großen Hydraulikzylindern (kleines Foto) notwendig. Die Arbeiten sollen nach Werftangaben bis zum September abgeschlossen sein. Foto: Christoph AssiesÜber eine provisorische Brücke können Fußgänger und Radfahrer derzeit das Werfthafenbecken überqueren. Eine Vollsperrung der Dockschleuse ist für die Versetzung von großen Hydraulikzylindern (kleines Foto) notwendig. Die Arbeiten sollen nach Werftangaben bis zum September abgeschlossen sein. Foto: Christoph Assies

Papenburg. Das Nadelöhr bei Überführungen von Kreuzfahrtschiffen der Papenburger Meyer Werft wird ein wenig vergrößert. Die Durchfahrt der Dockschleuse wird für die Ozeanriesen rund einen Meter breiter. Dafür werden Hydraulikzylinder, die bisher in die Durchfahrt hineinragten, nach außen gesetzt.

Die Baumaßnahme soll nach Angaben von Werft sprecher Peter Hackmann bis zum September abgeschlossen sein. Dann soll auch bereits das nächste Kreuzfahrtschiff, die „Quantum of the seas“, überführt werden. Zu Investitionskosten für die Bauarbeiten an der Schleuse machte Hackmann keine Angaben.

„Die Durchfahrt der Dockschleuse ist brutto etwa 45 Meter breit. Netto haben wir aber für die Passage durch die Zylinder nur etwa 43 bis 44 Meter zur Verfügung“, sagte Hackmann im Gespräch mit unserer Zeitung. Durch das Versetzen der Zylinder könne rund ein Meter bei den Überführungspassagen gewonnen werden. Bei den immer größeren Schiffen brauche man bei der Passage der Dockschleuse jeden Zentimeter, so Hackmann.

Für die Bauarbeiten an der Dockschleuse ist eine Vollsperrung nötig. Dafür wurde in der vergangenen Woche eine provisorische Brücke für Fußgänger und Radfahrer errichtet, über die Passanten das Hafenbecken weiterhin überqueren können.

Puffer installiert

Im vergangenen Jahr waren um die Dockschleuse bereits fünf sogenannte Schiffsleitanlagen angebracht worden. Die Stahlkonstruktionen, die jeweils ein Gewicht von 25 Tonnen auf die Waage bringen, sind an der Wasserseite mit orangefarbenen Kunststoffrollen ausgestattet. Bisher sind die beiden Kreuzfahrtschiffe „Norwegian Breakaway“ 2013 und die „Norwegian Getaway“ in diesem Jahr mithilfe dieser Puffer überführt worden. Die Ozeanriesen werden bei der Überführung behutsam an die Rollen „angelehnt“, gleiten dort ab, sodass der Schiffsrumpf nicht beschädigt wird, und rollen dann mithilfe der Kunststoffrollen durch die Öffnung der Dockschleuse.


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