Ausstellung in der Sparkasse eröffnet Papenburger Schüler machen Roma-Vertreibung zum Thema

Das Schicksal von Roma wird in der Ausstellung in der Sparkasse am Untenende thematisiert. Foto: Florian FeimannDas Schicksal von Roma wird in der Ausstellung in der Sparkasse am Untenende thematisiert. Foto: Florian Feimann

ffe Papenburg. Die Zwangsvertreibung von Roma ist das Thema einer Ausstellung, die Anfang der Woche in der Sparkasse am Papenburger Untenende eröffnet worden ist. Zwölftklässler des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft der Berufsbildenden Schulen in Papenburg hatten mit der Ortsgruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) gemeinsam an dem Projekt gearbeitet.

Roma hätten mit „ganz und gar willkürlichen“ Vorurteilen zu kämpfen, so ai-Ortsgruppensprecher Gerold Siemer. Diese auszuräumen sei das Ziel der Schüler, die das Thema in einem sogenannten Theoprax-Projekt behandelt haben. Anhand von Bildern und Texten, die ihnen die Amnesty-Ortsgruppe zur Verfügung stellte, zeigen Anna Hemken, Julia Eckholt, Ulrike Hunfeld, Nadine Schmidt und Malte Kuhlmann die derzeitige Situation von Roma im rumänischen Cluj-Napoca.

Seit Februar waren die Schüler mit dem Theoprax-Projekt beschäftigt. Außer einer Drehscheibe, auf der gängige Vorurteile gegen Roma widerlegt werden, zimmerten sie auch den Nachbau einer Behelfsbaracke. In solchen Hütten leben in Cluj-Napoca über 350 Roma. Zudem schufen sie eine Station, an der sich die Ausstellungsbesucher einen Augenzeugenbericht anhören können, der die Zwangsräumung von Roma-Wohnungen beschreibt. So erfahren die Gäste, dass im Dezember 2010 in der rumänischen Stadt 76 Familien aus ihren Wohnungen getrieben und auf die städtische Mülldeponie und in die Nachbarschaft einer Chemie-Abfallhalde umgesiedelt wurden.

Achim Akkermann, Leiter der Sparkassen-Geschäftsstelle Papenburg-Untenende, erklärte, es habe ihm Spaß gemacht, den Elan der Schüler beim Aufbau der Ausstellungsstücke zu beobachten. Noch bis zum 29. Mai kann die Ausstellung in der Filiale am Untenende besucht werden. Anschließend könnte das Projekt dann auf Wanderschaft gehen: Alle Amnesty-Ortsgruppen in Deutschland hätten dann die Möglichkeit, die Ausstellung in ihren Orten aufzubauen, kündigte Siemer an.