Die Arbeit beginnt Klimaschutzkonzept für Papenburg, Dörpen und Rhede

Von Anna Kröger

Gemeinsam für den Klimaschutz: Das Bild zeigt (von links) Gerd Conens, Jan Peter Bechtluft, Thomas Südbeck, Kathrin Klaffke, Hermann Wocken, Reiner Tippkötter und Achim Akkermann. Foto: Anna KrögerGemeinsam für den Klimaschutz: Das Bild zeigt (von links) Gerd Conens, Jan Peter Bechtluft, Thomas Südbeck, Kathrin Klaffke, Hermann Wocken, Reiner Tippkötter und Achim Akkermann. Foto: Anna Kröger

Papenburg. Mit einer Informationsveranstaltung in der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte (HÖB) in Papenburg haben die Stadt Papenburg, die Samtgemeinde Dörpen und die Einheitsgemeinde Rhede jetzt den nächsten Schritt auf dem Weg zur Entwicklung eines gemeinsamen Klimaschutzkonzeptes gemacht.

Vor rund 80 Teilnehmern wurden die Ziele und Bausteine des Projektes vorgestellt sowie Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich interessierte Bürger, Unternehmen und andere Akteure aktiv am Prozess beteiligen können. „Ihre Mitarbeit ist ganz wichtig. Das können wir nicht alleine machen“, sagte Reiner Tippkötter, Geschäftsführer der Firma „infas enermetric Consulting“ in Greven , die die Erstellung des Konzeptes fachlich begleitet.

Eine Gelegenheit, sich persönlich einzubringen, bietet sich bereits nach Ostern. Dann wird die erste von insgesamt sechs Arbeitsgruppen ihre Arbeit aufnehmen. Innerhalb der Gruppen, die abwechselnd in Dörpen, Papenburg und Rhede stattfinden, sollen zu ausgewählten Themen Ideen für Maßnahmen und Projekte zur CO2-Reduzierung und zu Einsparpotenzialen entwickelt werden. Um möglichst viele Bürger für das Thema „Energie- und Klimaschutz“ zu sensibilisieren, werden parallel dazu Veranstaltungen angeboten, wie Spritspartrainings, Bauherrenabende und Ausstellungen.

Dass die Themen Energieeffizienz und Klimaschutz auch in global agierenden Unternehmen wie der Papenburger Meyer Werft einen hohen Stellenwert einnehmen, zeigte Referent Gerhard Untiedt auf. „Das ist das Überlebensthema der Werft“, so der Abteilungsleiter „Energie“ des Schiffsbauunternehmens. Er stellte Maßnahmen vor, die im Sinne eines nachhaltigen betrieblichen Umweltschutzes sowie der Wirtschaftlichkeit bereits umgesetzt wurden. So fahre der gesamte Fuhrpark der Werft mittlerweile ausschließlich mit Flüssiggas, auf dem Baudock ist eine Solaranlage installiert und auf den Bürodächern finde sich statt roter Ziegel grünes Gras, wodurch eine Reduzierung des Energieverbrauchs erzielt werde.

Als Herausforderung nannte Untiedt die Suche nach alternativen Kraftstoffen. „Wir müssen ganz klar weg vom Schweröl.“ Intensiv werde derzeit unter anderem am Einsatz von Brennstoffzellen und Flüssiggas gearbeitet.

Wege, auch die Jugend für den Umweltschutz zu begeistern, zeigte Kathrin Klaffke von der HÖB auf. Sie informierte, dass sich Schüler der Klassen 9 bis 13 in der HÖB zu Klimamanagern ausbilden lassen können. Dass der Schutz der Umwelt auch den eigenen Geldbeutel schonen kann, erläutert Tippkötter zusammen mit Achim Akkermann von der Sparkasse Emsland am Beispiel der energetischen Gebäudesanierung. Durch Dämmmaßnahmen und die Erneuerung von Fenstern, Türen und Heizungsanlagen ließe sich bis zu 2000 Euro pro Jahr einsparen, so Tippkötter. Angesichts teils horrender Kosten warnte er allerdings davor, übereilt vorzugehen. Laut Akkermann schaffe der Bund durch Finanzierungshilfen der Kreditanstalt für Wiederaufbau aber Anreize, dennoch tätig zu werden.

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