Einsatz für Menschenrechte Schüler wollen ai-Jugendgruppe in Papenburg gründen

Von Gerd Schade

Fünf junge Männer, ein Ziel: Sven Korte, Christoph Räss, Manuel Osteresch, Daniel Hanken und Simon Schmitz (von links) wollen in Papenburg eine Jugendgruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International gründen. Foto: Gerd SchadeFünf junge Männer, ein Ziel: Sven Korte, Christoph Räss, Manuel Osteresch, Daniel Hanken und Simon Schmitz (von links) wollen in Papenburg eine Jugendgruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International gründen. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Fünf Gymnasiasten wollen in Papenburg eine Jugendgruppe der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) ins Leben rufen. Dafür rühren sie jetzt öffentlich die Werbetrommel, erstmals mit einem Info-Stand beim Unplugged-Konzert im Rahmen der „Wochen gegen Rassismus“ am Samstag, 15. März, in der Stadthalle Forum Alte Werft.

Daniel Hanken, Manuel Osteresch, Christoph Räss, Sven Korte und Simon Schmitz besuchen das Berufliche Gymnasium Wirtschaft an den Berufsbildenden Schulen Papenburg. Die geplante Gründung der ai-Jugendgruppe ist wesentlicher Bestandteil einer Aufgabenstellung aus TheoPrax, einer Lehr- und Lernmethode, deren Ziel die Verbindung von schulischer Theorie mit betrieblicher Praxis vor dem Hintergrund einer zielgerichteten Heranführung an Ausbildung und Beruf ist. Entwickelt wurde die Methode 1996 am Fraunhofer Institut für Chemische Technologie (ICT) in Pfinztal bei Karlsruhe.

Auftraggeber des ai-Projektes ist die Papenburger Gruppe der Menschenrechtsorganisation . Die Nachwuchstruppe muss bis Mai stehen. „Wir wollen die Gruppe so auf die Beine stellen, dass sie nachher selbstständig arbeiten kann“, sagt Sven Korte. Der 18-Jährige und seine vier gleichaltrigen Mitstreiter, die 2015 ihr Abitur bauen wollen, werden selbst Gründungsmitglieder sein. Einen Termin für die Gründungsversammlung gibt es aber noch nicht. Erst einmal wollen und müssen die Schüler Werbung für ihr Projekt machen. Im Vorfeld haben sie in einer Umfrage unter Schülern das grundsätzliche Interesse ausgelotet und einen Flyer erstellt, der zunächst in der Schule ausgehängt wird. Außerdem macht das Quintett im sozialen Netzwerk Facebook auf seine Sache aufmerksam.

„Wir wollen mit Jugendlichen ins Gespräch kommen“, erklärt Daniel Hanken. Angesprochen sind junge Leute im Alter von 14 bis 25 Jahren. Den direkten Kontakt suchen die Schüler nicht nur beim Unplugged-Konzert am Samstag in der Stadthalle, sondern auch eine Woche später bei einem Metal-Konzert gegen Rassismus im Jugendzentrum (JUZ) auf dem Untenender Marktplatz. Eventuell wollen die Schüler auch ein eigenes größeres Ereignis wie ein Fußballturnier auf die Beine stellen, um für den ai-Nachwuchs zu werben.

Amnesty International ist eine weltweite Bewegung mit mehr als drei Millionen Anhängern, Mitgliedern und Aktivisten. Sie setzen sich in mehr als 150 Ländern gegen Menschenrechtsverletzungen ein. Der Papenburger ai-Gruppe, die 2007 neu gegründet wurde, gehören derzeit rund 20 Mitglieder aus dem nördlichen Emsland und dem südlichen Ostfriesland an.

Wer Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit in der ai-Jugend hat, um sich aktiv mit anderen jungen Menschen für Gerechtigkeit und Freiheit einzusetzen, kann sich per E-Mail an amnesty-jugendgruppe@web.de melden. Die Seite bei Facebook lässt sich mit den Stichwörtern „Amnesty International Jugendgruppe Papenburg“ finden.

Beim Unplugged-Konzert in der Stadthalle geben sich Jennifer Berning (Herzlake), die Akustikband „Muted“ sowie die beiden Sögeler Bands „kleinE“ (Rock) und „Lo Volt Age“ (Akustik Rock) die Klinke in die Hand. Eintrittskarten kosten 5 Euro und sind im Vorverkauf beim Kulturkreis Papenburg, Telefon 04961/82307, erhältlich. Die Abendkasse öffnet um 20 Uhr.

Das Metal-Konzert unter dem Motto „Addicted to Death“ im JUZ geht am Samstag, 22. März, über die Bühne. Es spielen „Drone“ (Groove Thrash Metal aus Celle), „Burial Vault“ (Melodic Death Metal aus Papenburg) und „Austin Deathrip“ (Modern Death Metal aus Oldenburg). Einlass ist ab 21 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro.