Europaabgeordneter absolviert Tagespraktikum Groote brät Burger in Papenburger McDonald‘s

Von Eva Kleinert

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Stippvisite in der Burger-Küche: SPD-Europaabgeordneter Matthias Groote bei seinem Tagespraktikum in der Papenburger McDonald‘s-Filiale. Foto: Eva KleinertStippvisite in der Burger-Küche: SPD-Europaabgeordneter Matthias Groote bei seinem Tagespraktikum in der Papenburger McDonald‘s-Filiale. Foto: Eva Kleinert

Papenburg. Burgerbraten im Fast-Food-Restaurant statt Politikmachen im Europäischen Parlament: Mit diesen Gegensätzen wurde am Freitag der SPD-Europaabgeordnete Matthias Groote bei einem Tagespraktikum in der Papenburger McDonald‘s-Filiale konfrontiert.

Pünktlich zum Beginn der Frühschicht um 7.30 Uhr ging der Arbeitstag für den gebürtigen Ostfriesen los. Nach einem Gespräch mit Franchise-Nehmer Thomas Falke und McDonald‘s-Pressesprecherin Eva-Maria Haas folgte erst einmal die Betriebsbegehung. „Ich habe mir die Anlieferung und Lagerung angeschaut und erfahren, wie überhaupt die Logistik funktioniert“, berichtete Groote. Dabei sei ihm auch erklärt worden, dass Getränke nicht literweise angeliefert, sondern aus Konzentraten hergestellt werden. „Dadurch vermeiden wir unnötigen Lkw-Verkehr“, erklärte Franchise-Nehmer Falke.

Beim späteren Einsatz im Mc Café und am Grill im Küchenbereich erfolgte für Groote dann der direkte Kontakt zu einigen der insgesamt 93 Filialmitarbeiter. „Ich habe großen Respekt vor den Menschen, die hier viel für ihr Geld arbeiten“, sagte Groote. Als größte Herausforderung habe er die Arbeit am Grill empfunden: „Da war zur Stoßzeit richtig viel los“, sagte der Politiker, der seit 2006 bei Betrieben Tages- oder Wochenpraktika im Schichtdienst durchführt. Als öffentliche Werbeaktion für seine Person will der Europaabgeordnete sein Projekt „Schichtdienst“ aber nicht bewertet sehen. Groote: „Ich will vor Ort zuhören und schauen, wo es den Leuten unter den Nägeln brennt.“ Denn wenn in Brüssel Entscheidungen getroffen werden, wirkten sich diese schließlich konkret auf die Unternehmen und Mitarbeiter aus. Egal, ob Lebensmittelstandards, Arbeitszeitregelungen, Energiepolitik oder Lebensmittelkennzeichnung – jeder Betrieb sei mittlerweile von der EU-Gesetzgebung betroffen. Diese würden wiederum häufig nicht nur von den einzelnen Mitgliedsländern unterschiedlich umgesetzt. Auch intern setzten beispielsweise Gebietskörperschaften die Gesetze unterschiedlich um. „Wir müssen Bürokratie abbauen und für eine bessere Standardisierung sorgen“, sagte Groote.


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