Gemeinsame Malaktion Amnesty prämiert Werke von Papenburger Künstlern

Von Eva Kleinert

Die Gewinnerinnen (vorne, von links) Tessa Seeland, Maria Dirken und Insa Lenz mit (hinten, von links) Petra Wendholz und Gerold Siemer. Foto: Eva KleinertDie Gewinnerinnen (vorne, von links) Tessa Seeland, Maria Dirken und Insa Lenz mit (hinten, von links) Petra Wendholz und Gerold Siemer. Foto: Eva Kleinert

Papenburg. Amnesty International (ai) hatte im vergangenen Jahr dazu aufgerufen, mit Kunst auf die politische Lage in Ägypten aufmerksam zu machen. Auch 17 Werke aus Papenburg wurden eingereicht, von denen nun zwei Bilder prämiert worden sind.

Entstanden waren zwölf der Werke im Oktober 2013 im Rahmen einer gemeinsamen Malaktion der Kunstschule Zinnober und der Papenburger AI-Gruppe. Während der Farbgebung keine Grenzen gesetzt waren, war das vorgegebene Motiv – ein Abbild der Pharaonin Nofretete mit Gasmaske – stets das gleiche. „Dadurch öffnet sich eine ganze Welt der Gestaltung – das ist Kreativität pur“, schwärmt Kunstschulleiterin Petra Wendholz.

Insgesamt 500 Stoffbanner sind laut Gerold Siemer, Sprecher der Papenburger Ortsgruppe, bei ai eingegangen. Eine Jury habe die zehn schönsten Banner ausgewählt. Darunter auch die Arbeit von Tessa Seeland sowie das gemeinsame Werk von Insa Lenz und Maria Dirkes. Während Seeland als ehrenamtliche Mitarbeiterin die Kunstschule unterstützt, leistet Lenz dort ihr freiwilliges soziales Jahr und Dirkes ein Jahrespraktikum ab. Ihre Werke sind jetzt auf Plakaten und Postkarten zu sehen.

„Durch die Teilnahme beweisen wir zum einen die künstlerische Kompetenz der Kunstschule und zum anderen dokumentieren wir, dass eine kleine Stadt wie Papenburg politisch aktiv sein kann“, findet Wendholz. Siemer zufolge wurden am 25. Januar alle 500 Banner in Berlin zusammengenäht und vom Brandenburger Tor bis zur ägyptischen Botschaft getragen. Mit der Kunstaktion will ai laut einer Pressemitteilung die anhaltende Gewalt in Ägypten thematisieren. Durch die Gasmaske solle an die Polizeigewalt gegenüber Demonstranten erinnert werden. Nofretete wiederum mahnt als Symbol weiblicher Stärke zur Wahrung der Frauenrechte.