Entlastungsstraße am Untenende Stadt Papenburg gibt Bahnspange frei

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Mit vereinten Kräften hoben (von links) Helmut Renze und Manfred Wendt vom Bauunternehmen Johann Bunte sowie Bernd Busemann, Detlev Thieke (Landkreis Emsland), Hermann Jansen (Bauunternehmen Jansen) und Jan Peter Bechtluft die Absperrbake von der Bahnspange. Foto: Christoph AssiesMit vereinten Kräften hoben (von links) Helmut Renze und Manfred Wendt vom Bauunternehmen Johann Bunte sowie Bernd Busemann, Detlev Thieke (Landkreis Emsland), Hermann Jansen (Bauunternehmen Jansen) und Jan Peter Bechtluft die Absperrbake von der Bahnspange. Foto: Christoph Assies

cass Papenburg. Die Absperrbaken sind beiseite geschoben, der Verkehr kann rollen. Nach zehnmonatiger Bauzeit ist am Mittwoch in Papenburg die Bahnspange, die Verlängerung der Straße „An der Alten Werft“, für den Verkehr freigegeben worden. Die für mehr als vier Millionen Euro gebaute rund 800 Meter lange Verbindung soll den Stadtverkehr am Untenende entlasten.

Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) betonte, die Straße sei aufgrund der zunehmenden Verkehrsbelastungen der Innenstadt notwendig gewesen. Das Stadtoberhaupt erinnerte im Beisein von Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU), Vertretern des Landkreises Emsland, der bauausführenden Firmen und Vertretern des Stadtrates an die ersten Überlegungen für den Bau der Bahnspange. „Schon seit den 90er-Jahren liefen die ersten Planungen für den Bau dieser wichtigen Entlastungsstraße.“ Sie diene in erster Linie dem Zweck, die sich stark entwickelnden Verkehrsbeziehungen zwischen den Hafen- und Industriegebieten Nord und Süd „zu entflechten“. Schwerlastverkehr aus dem Nordhafen und von der Straße „Zur Seeschleuse“ musste bisher die Kreisverkehre am Media Markt und am Deverweg passieren, um zur Rheiderlandstraße zu gelangen.

Verkehrszahlen steigen

Bechtluft blickte auf die steigenden Verkehrszahlen in der Stadt. „Im Vergleich zu den letzten Zählungen vor 15 Jahren ist das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt um acht bis zehn Prozent angestiegen.“ Er führe diese Tendenz auf die „gute wirtschaftliche Entwicklung Papenburgs“ zurück. Aktuelle Hochrechnungen würden für das Jahr 2020 voraussagen, dass der Deverweg ohne die neue Entlastungsstraße täglich von mehr als 15500 Fahrzeugen genutzt werde. „Durch den Bau der Bahnspange wird das Aufkommen um 40 Prozent gesenkt“, so Bechtluft.

Neben einer Entlastung des Deverwegs ist die neue Trasse auch ein entscheidender Bestandteil des Verkehrskonzeptes für die Landesgartenschau, die am 16. April beginnt. Bechtluft: „Der Bau der Trasse hat überhaupt erst die Abwicklung der Verkehre zur Landesgartenschau und die Anlegung von Besucherparkplätzen möglich gemacht.“ Nach seinen Worten beginnen in den nächsten Wochen die Arbeiten zum Bau eines Großparkplatzes mit 900 Stellplätzen, der nach der Gartenschau wieder zurückgebaut werde.

Bei den Gesamtkosten des Straßenbaus in Höhe von 4,2 Millionen Euro flossen Zuschüsse von knapp 2,7 Millionen Euro vom Land. Vor gut einem Jahr war das Straßenbauprojekt nach dem Fund von Altlasten im Erdreich rund zwei Millionen Euro teurer geworden als ursprünglich geplant. „Die Altlasten sind fachgerecht entsorgt worden und am Ende des Tages hat nur die Witterung zu einer vierwöchigen Verzögerung der Arbeiten geführt“, so Bechtluft.


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