Unterschriften gegen Guantánamo Amnesty-Gruppe auf dem Papenburger Wochenmarkt

Von Sven Mechelhoff

In der typischen Gefangenenkluft haben Benedickt Papen (links) und Gerold Siemer Unterschriften gegen Guantánamo Bay auf Kuba gesammelt. Für die Passantengespräche lüfteten sie allerdings die Kapuzen. Foto: Sven MechelhoffIn der typischen Gefangenenkluft haben Benedickt Papen (links) und Gerold Siemer Unterschriften gegen Guantánamo Bay auf Kuba gesammelt. Für die Passantengespräche lüfteten sie allerdings die Kapuzen. Foto: Sven Mechelhoff

Papenburg. Mit einem Stand auf dem Papenburger Wochenmarkt hat am Freitagmorgen die örtliche Amnesty-International-Gruppe über Menschenrechtsverletzungen im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba informiert.

In der typischen, orangefarbenen Gefangenenkluft haben die Aktivisten Unterschriften gesammelt: unter einer allgemeinen Petition für die Lagerschließung sowie unter einem Brief, in dem die Freilassung des Häftlings Shaker Aamer gefordert wird – beides adressiert an US-Präsident Barack Obama.

Ob junge Mutter oder Senior: Das Thema interessierte die Papenburger. Den Einkaufskorb in der Hand blieben sie stehen, sprachen mit den Aktivisten und unterschrieben. Mancher benötigte mehr Zuspruch, andere setzten sofort ihren Namen auf das Papier. Abweisendes Abwinken war nur selten zu beobachten.

„Ich denke, dass die Interessen von Amnesty International gut sind“, befand beispielsweise Kathrin Wiepking, nachdem sie den Kugelschreiber abgelegt hatte. Auch für Klaus Knebel aus Westoverledingen war es selbstverständlich, die Aktion zu unterstützen.

Aktivist Benedickt Papen bilanzierte die Aktion auf seine eigene Art: „ Wenn es um die Todesstrafe geht , sind die Leute zurückhaltender.“ Guantánamo käme besser an. Gruppensprecher Gerold Siemer freute es. Siemer ist übrigens 1983 wegen eines damaligen Berichts in der Ems-Zeitung zu den Menschenrechtlern gekommen.

Die Papenburger Amnesty-Gruppe hat derzeit 24 Mitglieder. Treffen finden alle 14 Tage statt.