Großer Sachschaden im Emsland Feuerwerk verursacht zahlreiche Brände


gs/jbw/br/wl Papenburg. Durch Feuer ist beim Jahreswechsel im Emsland beträchtlicher Sachschaden entstanden.Außerdem gab es eine Reihe von Verkehrsunfällen, den schwersten in Werpeloh.

Eine so unruhige Silvesternacht haben die Feuerwehren im nördlichen Emsland seit Jahren nicht erlebt. Gebäudebrände in Werlte, Klein Berßen und Aschendorf sowie mehrere Heckenbrände, die vermutlich durch Feuerwerkskörper entzündet wurden, hielten die Einsatzkräfte in Atem.

In Werpeloh gab es am Neujahrsmorgen kurz nach 7 Uhr auf der Hauptstraße einen schweren Autounfall. Wie die Feuerwehr mitteilte, kam ein aus Richtung Sögel kommender Pkw am Ortseingang nach links von der Fahrbahn ab, durchbrach die Gartenmauer und Hecke eines Wohnhauses und landete schließlich zwischen Bäumen im Garten. Der verletzte Fahrer wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gefahren. Am Auto entstand nach Angaben eines Feuerwehrsprechers Totalschaden. Auch der Schaden im Garten ist erheblich.

Als langwieriger Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Werlte entpuppte sich ein Dachstuhlbrand im Ortsteil Wehm (Zum Beekefeld), zu dem die Einsatzkräfte am Silvesterabend gegen 23.25 Uhr gerufen wurden. Die Ursache für das Feuer in dem Einfamilienhaus ist nach Angaben eines Sprechers der Werlter Wehr noch unklar. Die Hausbewohner, die den Brand bemerkten, versuchten die Flammen mit zwei Feuerlöschern einzudämmen, konnten aber die dem Sprecher zufolge „rasend schnell“ voranschreitende Ausbreitung des Brandes nicht verhindern. Noch vor Eintreffen der ersten Einsatzkräfte griffen die Flammen auf den gesamten Dachstuhl über. Das Haus ist nach Angaben des Feuerwehrsprechers unbewohnbar, beim Dachstuhl besteht laut Polizei Einstürzgefahr. Die Höhe des Sachschadens beläuft sich nach Angaben der Beamten auf mehr als 250000 Euro.

Ebenfalls noch im alten Jahr fing eine 50 mal 50 Meter große Scheune mit Stroh an der Kirchstraße in Klein Berßen Feuer. Die Alarmmeldung ging um 22.25 Uhr ein. Die Einsatzkräfte konnten den Brand bis Mitternacht löschen. Durch das Feuer wurde nach Angaben der Polizei das Dach der Scheune zerstört. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist noch nicht bekannt. Die Polizei schließt nicht aus, dass das Feuer durch Feuerwerkskörper entstanden ist. Die Ermittlungen dauern an.

Zu einem Feuer in einer Garage an einem Wohnhaus in Geeste-Bramhar ist die Feuerwehr Osterbrock in der Silvesternacht gegen gerufen worden. Die 42-jährige Mieterin wurde gegen 3.30 Uhr durch Geräusche geweckt und stellt einen Stromausfall fest. Sei entdeckte das Feuer, das bei einem der beiden in der Garage stehenden Pkw ausgebrochen zu sein schien. Zur nachbarlichen Löschhilfe wurde die Feuerwehr Bawinkel alarmiert. Etwa 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Ein Übergreifen auf weitere, direkt angrenzende Gebäudeteile konnte verhindert werden. Die Garage mit den beiden darin Autos wurden durch den Brand vernichtet. Es entstand Sachschaden in Höhe von 80000 Euro. Personen kamen nicht zu Schaden. Auch hier wurde die Brandstelle für weitere Untersuchungen beschlagnahmt.

Vermutlich durch abgebrannte Feuerwerkskörper geriet in der Silvesternacht um circa 0.45 Uhr das in einer Remise vor einer Scheune deponierte Stroh Löningen-Duenkamp, Straße Zur Brücke, in Brand. Das Feuer griff auf die Scheune über. Die Dacheindeckung wurde beschädigt. Die Schadenshöhe wird mit circa 10000 EUR geschätzt. Die Eigentümer konnten selbstständig noch vor der Scheune befindende Fahrzeuge und ein in der Scheune untergestelltes Reitpferd in Sicherheit bringen, sodass noch größerer Sachschaden verhindert werden konnte.

Durch ein Feuer ist in der Neujahrsnacht ein Schuppen an der Hauptstraße in Gleesen in der Gemeinde Emsbüren völlig zerstört worden. Verletzt wurde niemand. Die Rettungsleitstelle alarmierte um 1.05 Uhr die Feuerwehren Emsbüren und Bramsche, die mit neun Fahrzeugen und 43 Einsatzkräften schnell vor Ort waren. Mit vereinten Kräften gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Wohnhaus zu verhindern. Über Ursache und Schadenshöhe liegen noch keine Angaben vor.

Die Freiwillige Feuerwehr Lingen musste zu zwei Einsätzen ausrücken. Um 0.09 Uhr stand an der Straße In den Sandbergen ein Lebensbaum lichterloh in Flammen und in der Straße am Bunker brannte um 0.16 Uhr eine Hecke. Beide Brände, vermutlich durch Feuerwerkskörper verursacht, konnten jedoch von den Anwohnern selbst gelöscht werden, sodass die Feuerwehrleute nicht mehr eingreifen mussten.

Wie der Leiter der Zentralen Notaufnahme des St.-Bonifatius-Hospitals in Lingen, Dr. Carsten Börner, auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, musste das Team in der Neujahrsnacht 25 Patienten behandeln, davon waren etwa acht bis zehn schwer alkoholisierte Personen. Glücklicherweise habe es in der Neujahrsnacht im Lingener Bereich keine schweren Unfälle mit Feuerwerkskörpern, sondern nur leichte Verbrennungen gegeben.


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