JUZ zeigt Spot Ein Kurzfilm gegen die Todesstrafe

Von Eva Kleinert

Einen Kurzfilm über die Todesstrafe hat die JUZ-Medienwerkstatt produziert. Foto: Eva KleinertEinen Kurzfilm über die Todesstrafe hat die JUZ-Medienwerkstatt produziert. Foto: Eva Kleinert

Papenburg. Ein Zeichen gegen die Todesstrafe haben nun die Papenburger Orstgruppe von Amnesty International und die Stadt Papenburg gesetzt. Im Rahmen des Bündnisses „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“, dem die Kanalstadt seit 2012 angehört, riefen die Veranstalter dazu auf, die Todesstrafe abzuschaffen.

Zu Beginn der Aktionsveranstaltung vor dem Papenburger Kino zeigte die Medienwerkstatt Jugendzentrum unter der Leitung von Ragnar Wilke einen eigens für den Anlass gedrehten Kurzfilm. In bewegenden Szenen thematisierten die Jugendlichen die Folgen der Todesstrafe und erklärten: „Staaen dürfen sich nicht mit Mördern auf eine Stufe stellen.“

Diesen Satz griff auch Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft in seiner Rede auf: „Jemandem das Leben z unehmne, bedeutet das Ende von Zivilisation, das Ende von Menschlichkeit.“ Es sei schlimm, wenn einzelne Bürger eine solche Tat verübten. Noch schlimmer sei es aber, wenn ein Staat unter Zuhilfenahme von Gesetzen Menschen das Leben raubt, so der Bürgermeister. Die Todesstrafe lasse nicht nur keinen Raum für Fehler seitens der Justiz und der Gesellschaft, sie nehme den Tätern auch die Chance zur Rehabilitierung.

Gerold Siemer, Gruppensprecher von Amnesty Papenburg, machte in diesem Zusammenhang auf die zahlreichen Länder aufmerksam, in denen die Todesstrafe noch praktiziert werde. Mehr als im Rest der Welt zusammen würden in China Menschen hingerichtet, gefolgt vom Iran, Irak, Saudi-Arabien und den USA.Mit Blick auf die Unterschriftenaktionen von Amnesty sagte Siemer: „Unsere Petitionen zeigen aber Wirkung. In Barbados zum Beispiel beschäftigt sich das Parlament mit der Abschaffung der Todesstrafe.“

Um auch die Menschen vor Ort auf das Thema aufmerksam zu machen, zeigt das Papenburger Kino den Spot der JUZ-Medienwerkstatt als Vorfilm. Darüber hinaus ist dieser im Internet unter www.juz-papenburg.de abrufbar.