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19.11.2013, 21:43 Uhr

Kommentar: Hilferuf der DTF-Arbeiter erhören

Ein Kommentar von Stefan Prinz


Die Finanzierung einer Transfergesellschaft ist jetzt entscheidend.Die Finanzierung einer Transfergesellschaft ist jetzt entscheidend.

Aschendorf. Für das nördliche Emsland ist das Produktionsende bei DTF eine Katastrophe: Hunderte Beschäftigte schauen in den nächsten Tagen in eine unsichere berufliche Zukunft. Für die Analyse der Ursachen ist es noch zu früh. Viel wichtiger ist jetzt Schadensbegrenzung.

Entscheidend ist, dass schnellstmöglich eine Transfergesellschaft auf die Beine gestellt wird. Alle Betroffenen hätten damit die Möglichkeit zur Weiterqualifizierung und mehr Zeit zur Jobsuche. Ohne diese Transfergesellschaft droht vielen bereits Ende nächster Woche unverschuldet die Arbeitslosigkeit. Unglaublich.

Alle, die jetzt helfen können, sind jetzt in der Pflicht, sich einzubringen. Das gilt insbesondere für die Muttergesellschaft Bothorn und deren Mehrheitsgesellschafter Andreas und Klaus Wulf. Ihre Mitarbeiter benötigen jetzt Hilfe. Auch der hessische Textilverlag Zimmer & Rohde würde als wichtigster Kunde der Aschendorfer mit einem finanziellen Beitrag ein Zeichen der Größe setzen. Vom geheimnisvollen Investor, mit dem die Geschäftsführung immer noch in Verhandlungen steht, geht offensichtlich wenig Hoffnung aus. Ansonsten wäre nicht das Ende der Produktion verkündet worden.

Makabrerweise wird jetzt die radikal geschrumpfte DTF für Investoren besonders attraktiv sein: Denn das gesamte Firmenwissen, der Kundenstamm und die Produktionsmaschinen dürften jetzt für ein Butterbrot zu bekommen sein.


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