Sternwarte Papenburg Komet zeigt sich am Morgenhimmel

Ähnlich prächtig wie der Komet Hale Bopp im April 1997 könnte auch ISON werden. Foto: Heino PohlabelnÄhnlich prächtig wie der Komet Hale Bopp im April 1997 könnte auch ISON werden. Foto: Heino Pohlabeln

Papenburg. Der Komet ISON (C/2012 S1) soll und kann zu einem spektakulären Himmelsereignis werden. Denn wenn die bisherigen Berechnungen zutreffen – das ist aber nicht sicher –, könnte der Komet sogar am Tageshimmel mit bloßem Auge zu sehen sein.

ISON befindet sich zurzeit am östlichen Morgenhimmel und wandert vom Sternbild Löwe in die Jungfrau. Bei zunehmender Helligkeit nähert er sich rasch der Sonne. Ab Mitte November kann der Komet leicht mit einem Feldstecher in der beginnenden Morgendämmerung beobachtet werden. Bei der weiteren Annäherung an die Sonne könnte er mit bloßem Auge sichtbar werden.

Bei seiner Passage am 28. November steht ISON der Sonne so nahe, dass eine Beobachtung trotz der erwarteten Helligkeit schwierig wird. Wer in Richtung Sonne beobachten will, muss sich der Gefahren bewusst sein und die entsprechenden Sicherheitsregeln beachten. Hierzu bietet die Sternwarte Papenburg eine entsprechende Beratung an. Bei dieser Passage besteht die – wenn auch geringe – Möglichkeit, dass der Komet durch die enorme Schwerkraft der Sonne auseinanderbricht.

Nach diesem Periheldurchgang (sonnennahester Punkt) steht der Komet morgens am südöstlichen Horizont und dürfte einen prächtigen Anblick mit langem Schweif bieten. Der Kometenschweif könnte schon vor dem Kometenkopf über dem Horizont zu sehen sein. Der Abstand zur Sonne nimmt jetzt wieder rasch zu, und die Helligkeit nimmt ab. Mit dem Feldstecher sollte der Komet aber noch bis Jahresende zu sehen sein, ab der 2. Dezemberwoche auch am Abendhimmel.

Die Sternwarte Papenburg bietet Gelegenheit, den Kometen gemeinsam mit anderen Hobby-Astronomen zu beobachten. Auch sind dort weitere Informationen zur Beobachtung erhältlich. Die Sternwarte ist immer montags von 20 bis 21.30 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen unter www.sternwarte-
papenburg.de
im Internet.