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14.11.2013, 20:41 Uhr

DTF verhandelt unter Zeitdruck

Ein Kommentar von Stefan Prinz


In diesen Tagen geht es um die Zukunft des traditionsreichen Textilherstellers aus Aschendorf. Foto: privatIn diesen Tagen geht es um die Zukunft des traditionsreichen Textilherstellers aus Aschendorf. Foto: privat

Aschendorf. Die Deutsche Textilfabrik in Aschendorf verhandelt mit einem Investor. Das ist eine gute Neuigkeit, die angesichts der vielen gefährdeten Arbeitsplätze einer ganzen Stadt Hoffnung macht. Auch, wenn öffentlich über diesen Investor noch gar nichts bekannt ist. Aber diese Verhandlungen sind Voraussetzung dafür, dass es in Aschendorf weitergehen kann.

Grund zum Jubeln gibt es aber noch nicht. Denn einerseits gibt es noch keine Einigung, und andererseits bereitet der Zeitdruck Sorge. In wenigen Tagen endet für 400 DTF-Beschäftigte das von der Arbeitsagentur gezahlte Insolvenzgeld. Bis dahin muss die Unternehmensleitung einen Verhandlungs-Abschluss präsentieren. So viel Zeitdruck deutet darauf hin, dass der Investor seine Bedingungen diktieren kann.

Eine entscheidende Rolle kommt deshalb in den nächsten Tagen den beiden wichtigsten Gesellschaftern von DTF, den ADO-Erben Klaus und Andreas Wulf, zu. Ihre Familie hat ADO groß gemacht und viele Jahre Tausenden Menschen in der Region Arbeit gegeben. Wenn sie jetzt in der Krise ihre finanziellen Interessen an einem Verkauf zugunsten einer möglichen Weiterführung des Traditionsunternehmens zurückstellen, dann erwerben sie sich den Respekt des ganzen Emslandes.


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