Finanzierung des Licht-Konzepts Papenburger Kirche droht einjährige Dunkelheit

Die Figur des heiligen Antonius von Padua soll im Zentrum des Licht-Konzeptes für den Kirchenvorplatz gegenüber dem Papenburger Rathaus stehen. Bau-Initiator Willy Lückmann wünscht sich bei der Umsetzung eine finanzielle Beteiligung der Stadt. Foto: Stefan PrinzDie Figur des heiligen Antonius von Padua soll im Zentrum des Licht-Konzeptes für den Kirchenvorplatz gegenüber dem Papenburger Rathaus stehen. Bau-Initiator Willy Lückmann wünscht sich bei der Umsetzung eine finanzielle Beteiligung der Stadt. Foto: Stefan Prinz

Papenburg. Mit dem Arkadenhaus gegenüber dem Papenburger Rathaus soll eines der spektakulärsten Bauprojekte noch vor Beginn der Landesgartenschau im Frühjahr fertig werden. Dem benachbarten Kirchenvorplatz von St. Antonius droht allerdings einjährige Dunkelheit, weil sich die Beteiligten nicht über die Kostenverteilung für das Licht-Konzept einigen können.

Sollten sich die Stadt Papenburg, die Kirchengemeinde, die Tourismusgesellschaft und der Initiator des Arkadenhauses , der Papenburger Steuerberater Willy Lückmann, nicht in Kürze einigen, kommt die geplante Beleuchtung für den Kirchenvorplatz zu spät für eine halbe Million erwartete Landesgartenschaubesucher. „Das wäre sehr schade“, meint Willy Lückmann mit gerunzelter Stirn. Denn das Licht-Konzept ist ähnlich spektakulär wie das benachbarte Arkadenhaus. Die Kosten für die neue Beleuchtung samt Planung betragen knapp 250000 Euro. „Wir wollen die gesamte Fläche zwischen Rathaus, Kirche und Arkadenhaus nachts in eine Wasserfläche aus Licht eintauchen“, schwärmt Lückmann. Strahler am Kirchturm und fünf Lichtsäulen auf dem Kirchenvorplatz sollen den Eindruck von sanften Wasserwellen vermitteln.

In deren Zentrum steht die neue Bronzefigur des heiligen Antonius von Padua, der in einem Brunnen zu den Fischen predigt. „In diese biblische Szene möchten wir optisch die rund ein Hektar große Fläche zwischen Rathaus und Kirche integrieren. Gemeinsam mit dem Museumsschiff Friederike vor dem Rathaus wird daraus eine lebendige biblische Szene.

Am Montag haben dazu Gespräche im Rathaus stattgefunden. „Die Signale der Verwaltungsspitze für dieses Konzept sind sehr positiv“, freut sich Lückmann.

Allerdings gebe es bisher weder von der Stadt noch von der Kirche konkrete Zusagen für eine Finanzierung des Licht-Konzeptes um den heiligen Antonius. Lückmann selbst wolle sich mit rund 80000 Euro an der Beleuchtung beteiligen. Diese Summe halte er für ausreichend. Zumal er schon die Gestaltung des Kirchenvorplatzes mit 300000 Euro finanziert habe.

Da sich die Friederike im Eigentum der Papenburger Tourismusgesellschaft befinde, sei diese ebenso aufgefordert, sich mit Geld in die Beleuchtung einzubringen wie auch Stadt und Kirche.

Die Stadt könne damit langfristig sogar Geld sparen, glaubt Lückmann. Denn die Stromkosten für die wuchtigen Strahler, mit denen derzeit das Rathaus beleuchtet wird, seien viele höher als die neuen, sparsameren LED-Leuchten, die in dem neuen Licht-Konzept vorgesehen seien.


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