Starke Rauchentwicklung Papenburg: Feuer auf Abwrackwerft

<em>In Brand geraten</em> ist ein Schiffswrack in dieser Halle einer Abwrackwerft am Industriehafen in Papenburg. Foto: FeuerwehrIn Brand geraten ist ein Schiffswrack in dieser Halle einer Abwrackwerft am Industriehafen in Papenburg. Foto: Feuerwehr

Papenburg. In der Halle einer Abwrackwerft am Industriehafen in Papenburg hat am Montagnachmittag gegen 15.30 Uhr ein Schiffswrack Feuer gefangen. Der Brand brach in einem Tank des Binnenschiffes aus. Die Ursache des Feuers ist bislang noch ungeklärt.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung rückten die Einsatzkräfte der Feuerwehr unter schwerem Atemschutz zur Brandstelle vor. Ihnen gelang es, unter Einsatz von Löschschaum und Wasser die Flammen schnell unter Kontrolle zu bringen. Anschließend durchkämmten Feuerwehrleute das etwa 50 Meter lange Wrackteil auf der Suche nach Glutnestern. Gleichzeitig wurde die Halle belüftet und vom Qualm befreit.

Alarmiert worden waren die Ortswehren Untenende, Obenende und Aschendorf. Insgesamt waren laut Stadtbrandmeister Josef Pieper rund 70 Feuerwehrleute mit 14 Fahrzeugen zur Bekämpfung des Feuers auf der Abwrackwerft gerufen worden. Pieper bescheinigte den Feuerwehrkräften eine ausgesprochen gute Leistung bei dem Löscheinsatz. Umweltbelastungen, die aus den in Brand geratenen Tankrückständen resultieren, machte der Stadtbrandmeister indessen nicht aus. Entzündet hatten sich seiner Einschätzung nach in dem Tank Rückstände von Treib- oder Schmierstoffen.

Erste Löschversuche hatten nach Angaben von Pieper bereits Mitarbeiter der Abwrackwerft unternommen. Der dichte Qualm am Brandort habe die Männer allerdings aus der Halle getrieben.

Das Feuer auf der Abwrackwerft ist das zweite innerhalb von gut einem Jahr. Anfang September 2012 war bei Abwrackarbeiten im Maschinenraum eines alten Schiffes, das vor der Firmenhalle lag, ein Feuer ausgebrochen. Seinerzeit waren die Papenburger Ortsfeuerwehren mit 100 Mann zur Bekämpfung des Brandes angerückt. Vorsorglich waren damals im Hafenbecken Ölsperren angelegt worden, um die Ausbreitung möglicher Giftstoffe auf dem Wasser zu verhindern. Nach dem Brand hatte die Feuerwehr noch rund 1400 Liter Diesel aus dem Tank des Binnenschiffes abgepumpt.


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