Neuer Bundestagsabgeordneter Markus Paschke: Berlin-Ticket war schon gebucht

<em>Kollegen im Bundestag:</em> Markus Paschke (SPD) und Gitta Connemann (CDU) vertreten künftig beide in Berlin den Wahlkreis Unterems. Foto: Karsten FreiKollegen im Bundestag: Markus Paschke (SPD) und Gitta Connemann (CDU) vertreten künftig beide in Berlin den Wahlkreis Unterems. Foto: Karsten Frei

Papenburg. Die Fahrkarte nach Berlin hatte Markus Paschke schon gebucht, bevor die Bundestagswahl ausgezählt war. „Meine Frau und ich hatten schon seit Längerem einen Urlaub in Berlin gebucht – ganz egal, wie die Wahl ausgegangen wäre.“ Der gemeinsame Urlaub ist jetzt erst mal gestrichen: Denn der Sozialdemokrat Markus Paschke wird als Abgeordneter des Wahlkreises Unterems dem neuen Bundestag angehören.

Deshalb muss er in Berlin arbeiten, während seine Frau dort Urlaub machen wird. Bereits Dienstagmorgen ist seine erste Fraktionssitzung.

„Ich war schon am Sonntagabend verhalten optimistisch. Spät in der Nacht war es dann klar“, sagte der DGB-Gewerkschaftssekretär im Gespräch mit unserer Zeitung. Als Abgeordneter will Paschke „seine Kernkompetenzen in der Fraktion einbringen. Er werde sich um eine Mitgliedschaft im Ausschuss für Arbeit und Soziales bemühen, verrät der Ostfriese. Vorher sei aber noch vieles andere zu erledigen. Zunächst müsse er sich um seine künftigen Mitarbeiter kümmern. „Ein paar habe ich schon, aber noch nicht alle.“

Als dagegen bereits erfahrene Bundestagsabgeordnete startet Gitta Connemann in ihre neue Amtszeit. Dabei dürfte ihr das Erststimmenergebnis von mehr als 54 Prozent viel Rückenwind in Berlin verschaffen.

Konkrete Pläne für die nächsten vier Jahre in der Regierungshauptstadt hat die gebürtige Ostfriesin aber offensichtlich nicht. Bei ihr scheint derzeit erst mal das Glück über das Wahlergebnis nachzuwirken: „Mein größter Wunsch hat sich am Sonntagabend erfüllt. Die Bürgerinnen und Bürger haben mich wiedergewählt. Ich bin für vier weitere Jahre Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Und dieses Mandat ist für mich das höchste Amt. Ich bin dankbar und stolz, unsere Heimat in Berlin vertreten, ihr eine Stimme geben zu dürfen. Und dort will ich das Beste für das Emsland erreichen. Das kann man übrigens manchmal besser mit der Mitgliedschaft in dem richtigen Ausschuss als mit einer Funktion. Deshalb mache ich mir zurzeit Gedanken, in welchem Ausschuss ich das meiste für unsere emsländisch-ostfriesische Region erreichen kann.“


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