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Zwillinge gewinnen Juni-Wahl Wonneproppen: Keno und Dana halten Eltern auf Trab

Von Gerd Schade

Doppelsieger: Mit großem Vorsprung haben Dana (links) und Keno, die Zwillinge von Petra und Andreas Ahrens aus Aschendorf, die Juni-Wahl zum Emsland-Wonneproppen des Monats gewonnen. Foto: Gerd SchadeDoppelsieger: Mit großem Vorsprung haben Dana (links) und Keno, die Zwillinge von Petra und Andreas Ahrens aus Aschendorf, die Juni-Wahl zum Emsland-Wonneproppen des Monats gewonnen. Foto: Gerd Schade

gs Aschendorf. Als der Besucher an der Haustür klingelt, hat weder Petra Ahrens noch ihr Mann Andreas gerade eine Hand frei. Wie sich die Bilder gleichen: In der linken ein Baby, in der rechten eine Milchflasche – so sitzen die Eltern der Zwillinge Dana und Keno auf dem Wohnzimmersofa ihres schmucken Einfamilienhauses in Aschendorf. Unsere beiden Emsland-Wonneproppen des Monats Juni haben Hunger. Und wie.

Keno protestiert jedenfalls sofort lautstark, als sein Vater die Flasche für einen Moment absetzt, um dem Kleinen ein „Bäuerchen“ zu entlocken. „Dabei ist er eigentlich der ruhigere, gemütlichere Typ von beiden – wenn er nicht gerade Hunger hat“, sagt Petra Ahrens. „Er lässt sich außerdem leichter zum Lachen bringen“, fügt der Vater hinzu. Insgesamt seien die Zwillinge durchaus pflegeleicht. Seit knapp drei Wochen schlafen die beiden durch. Und doch halten sie ihre Eltern auf Trab. Die Doppel-Versorgung mit Milch und Brei hat Petra Ahrens nach eigenen Worten auch während der Arbeitszeiten ihres Mannes gut im Griff. Nur an den Kampf gegen die gewachsenen Wäscheberge musste sie sich ein wenig länger gewöhnen.

Mit beachtlichen 60 Prozent der Stimmen haben die Zwillinge die Finalrunde der Juni-Wahl gewonnen. „Als der Aufruf in der Zeitung stand, haben wir einen Link auf Facebook eingerichtet“, berichtet die Mutter. Möglicherweise sei dies der Schlüssel zum Erfolg gewesen.

Fest steht, dass Keno und Dana am 2. Juni im Marienkrankenhaus in Papenburg das Licht der Welt erblickt haben. Dabei gewährte das Mädchen seinem Bruder einen zwölfminütigen Vorsprung. Und doch hatten es beide eilig. Sie kamen vier Wochen früher als geplant. Keno war bei der Geburt 49 Zentimeter groß und 2520 Gramm schwer, Dana brachte bei einer Länge von 48 Zentimetern 2020 Gramm auf die Waage. Sie landeten zunächst auf der Frühchenstation.

Vornamen in petto

Mehr als vier Monate später haben die Zwillinge ordentlich zugelegt und sind putzmunter. Ihr Interesse an der Preisübergabe durch EZ-Redakteur Gerd Schade, der im Namen des Medienhauses Neue OZ jeweils im Doppelpack Kuscheldecken, Trinkflaschen und Buchgutscheine überreicht, hält sich allerdings stark in Grenzen. Außerdem haben sie natürlich schon Kuscheldecken. Eine davon ziert das Wappen des Fußballbundesligisten Hamburger SV, der Lieblingsmannschaft ihres Vaters. Er ist im Übrigen felsenfest davon überzeugt, dass es beim aktuellen Liga-Schlusslicht unter dem neuen Trainer Thorsten Fink schon bald wieder aufwärts geht.

Petra und Andreas Ahrens wussten etwa ab der achten Schwangerschaftswoche, dass sie doppeltes Elternglück erwartet. Geschockt waren sie nicht. „Die Freude hat eindeutig überwogen“, sagt der Vater. Unklar war für die Eltern bis zur Geburt, welches Geschlecht ihre Kinder haben würden. „Bei den Ultraschalluntersuchungen lag immer einer der beiden im Weg“, berichtet Petra Ahrens.

Bei der Namenswahl seien sie sich schnell einig gewesen. Für den Fall der Fälle hatten die beiden Aschendorfer jeweils einen Jungen- und einen Mädchennamen in Reserve. Sicher ist sicher.

Die Familien der Eltern sind stolz auf die Zwillinge. Ganz besonders gefreut hat sich Ur-Opa Josef Feldmann, wie Petra Ahrens berichtet. Der 97-Jährige sei kurzerhand mit dem Taxi vom Papenburger Johannesstift ins Krankenhaus gefahren, um den Nachwuchs zu besuchen. Nur die Namen der Zwillinge könne er sich einfach nicht merken. Er hätte – natürlich nicht ganz ernst gemeint – für eingängige Namen wie Agnes und Josef plädiert. Was Dana und Keno eines Tages wohl dazu sagen?