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WSA sichert Tidestrecke Millionenpaket für Uferbefestigung der Ems zwischen Schleuse Herbrum und Hafeneinfahrt Papenburg

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Papenburg. Ein 34 Millionen Euro schweres Paket hat das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Meppen für die Erneuerung der Uferbefestigung an der Ems zwischen der Schleuse Herbrum und der Einfahrt zum Papenburger Hafen aufgelegt.

Tidedynamik, Fließgeschwindigkeit des Wasserlaufs und Schiffswellen hätten der Böschung so stark zugesetzt, dass das Deckwerk in weiten Bereichen der Tidestrecke zwischen Herbrum und Papenburg „massiv geschädigt beziehungsweise nicht mehr vorhanden ist“, erläuterten Sachbereichsleiter Norbert Gebken und Projektleiterin Christiane Glasker vom WSA den Hintergrund der Maßnahmen. Der umfassende Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals war vor rund vier Jahrzehnten erfolgt.

Auf Grundlage eines Gutachtens, das das WSA bei der Bundesanstalt für Wasserbau in Auftrag gegeben hatte, wird das Ufer mit einem dreischichtigen Basaltdeckwerk mit einer Stärke von insgesamt 1,30 Metern befestigt. Den Unterbau bilden laut Gebken eine fein- sowie eine grobkörnige Schicht von jeweils 30 Zentimetern. Darauf werden abschließend Wasserbausteine aufgetragen. Im Herbst 2007 hatte das Meppener Wasser- und Schifffahrtsamt das Verfahren auf einem etwa einen Kilometer langen „Probeabschnitt“ bei der Rheder Emsbrücke erstmals in dieser Form praktiziert.

Derzeit laufen Erneuerungsarbeiten auf einem knapp 1,2 Kilometer langen Abschnitt am rechten Flussufer im Bereich der Halter Brücke bei Papenburg. Bis Oktober soll die Maßnahme abgeschlossen sein. Das Vorhaben ist Teil der Ausbaustufe 2012/13.

Für das kommende Jahr stehen drei weitere Uferstrecken mit Längen von 300, 500 und 800 Metern auf dem Programm. Das Auftragsvolumen liegt nach Darstellung von Projektleiterin Glasker bei mehr als zehn Millionen Euro.

In drei Jahren solle das Paket zur Sicherung der Uferbefestigung, das seit 2007 läuft und vier Bauabschnitte umfasst, abgewickelt sein, fügte WSA-Sachbereichsleiter Gebken an. Deckwerk auf einer Länge von insgesamt 8,5 Kilometern sei dann erneuert worden. Das sei rund ein Drittel der Uferstrecke im Tidebereich der Ems zwischen Herbrum und Papenburg, die in der Verantwortung des WSA Meppen liegt. Hinter der Hafeneinfahrt Papenburg wechselt die Bundeswasserstraße in die Zuständigkeit des Wasser- und Schifffahrtsamtes Emden.


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