zuletzt aktualisiert vor

Schul-Musical „Dein Weg“ Beifallsstürme für den „Bauwagen-Blues“

Von Isabella Sauer

Meine Nachrichten

Um das Thema Papenburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Aschendorf. Stress mit den Eltern, Ärger in der Schule und andere Vorstellungen vom Alltagsleben haben als Erwachsene. Welcher Jugendliche kennt das nicht? Doch vielleicht sind manche Ansichten der Jugend von heute gar nicht so falsch, wie Erwachsene meinen. Dies hat am Wochenende das Schul-Musical „Dein Weg“ der Heinrich-Middendorf-Schule in Aschendorf eindrucksvoll bewiesen.

Die Eigenproduktion zog seit Freitag an drei Abenden nacheinander mehrere Hundert Zuschauer in den Bann. Allein zur Premiere waren etwa 330 Besucher in die Aula geströmt.

Besonders begeistert war das Premieren-Publikum vom „Bauwagen-Blues“, den Erwin Schneider, einer der Hauptdarsteller, nicht nur gesungen, sondern auch selbst geschrieben hat. Schneider erntete für seine gelungene Darbietung besonders großen Applaus. Aber auch für die anderen Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen gab es viel Beifall.

Im Mittelpunkt der Handlung steht ein 16-jähriger Schüler namens Harry (gespielt von Marcel Iken). Er bekommt eines Tages einen Auftrag von Gott. Ein Engel (Franziska Kraft) überbringt die Botschaft. Sie erklärt Harry, dass er auserwählt ist, um zwei seiner Freunde „auf den richtigen Weg“ zu bringen. Darunter kann sich Harry zunächst allerdings kaum etwas vorstellen. Schließlich kennt er sich viel besser mit „Baller-Spielen“ am Computer aus als mit guten Ratschlägen. Freundin Jana (Verena Telgen) will in die Politik gehen, sein Kumpel Kristoffer (Erwin Schneider) möchte seiner Leidenschaft zur Musik nachgehen. Doch beiden stehen die Eltern im Wege, die eine andere Vorstellung vom beruflichen Werdegang ihrer Kinder haben. Auch in der Schule stoßen die Jugendlichen auf Unverständnis. An ihrem Treffpunkt, einem alten Bauwagen, schmieden die Schüler unterdessen nicht nur Pläne für ihr Berufsleben, sondern auch für ein Jugendzentrum.

Am Ende des Stückes müssen sie zwar feststellen, dass sie das Jugendzentrum nicht verwirklichen konnten, sich der Aufwand aber dennoch gelohnt hat. Sie sind um einige Erkenntnisse reicher, und auch ihre Eltern stehen den Zukunftswünschen ihrer Kinder offener gegenüber.

Die Geschichte, die das Publikum in die Lebenswelt von Schülern entführt, regt durchaus zum Nachdenken an. Auch die Leistungen vor und hinter der Bühne konnten sich sehen lassen. Mit viel Begeisterung für die Schauspielerei schlüpften die Schüler, die durch drei Mitglieder der Kolping-Theatergruppe (Hans Josef Töller, Mario Böhle, Thomas Remmers) unterstützt wurden, in ihre Rollen. Dank sicherer Mimik, gutem Gesang und passender Gestik sprang der Funke auf das Publikum über.

Die Texte und das Drehbuch des Musicals hat Lehrer Martin Bertke geschrieben. Seine Arbeit wurde mit großem Applaus und einem Dankeschön von Schülern, Kollegen, Eltern und anderen Gästen belohnt. Die Musik haben außer Erwin Schneider Holger Feske und Claus Huth komponiert. Ein Chor unter Leitung von Sabine Peters unterstützte die Schauspieler bei ihren Gesangseinlagen.

Für ein gelungenes Gesamtkonzept sorgte auch das Bühnenbild, das während des Stückes immer wieder verändert wurde. Vom Klassenraum über den Besuch im Rathaus bis hin zum Bauwagen wechselten die Spielorte. In Sachen Ton und Technik hatte die Schule mit Thomas Schmidt einen echten Profi am Werk. Er hat schon die Beschallung für Die Drei Tenöre gemacht, und mit seiner Erfahrung trug auch er zu einem unterhaltsamen Musical-Abend bei.

Das Schlusswort gehörte Schulleiterin Erika Behrens, die allen Beteiligten ein großes Lob aussprach: „Jeder von euch wird seinen eigenen Weg gehen, dass habt ihr bewiesen. Es war ein grandioses Schul-Musical, das unsere Schulgemeinschaft noch einmal gestärkt hat!“

Weitere Fotos auf www.el-nachbarn.de


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN